11.12.2000 | 00:00

Sammlung Essl zeigt Klassische Moderne aus eigenen Beständen

Wurzeln der zeitgenössischen Kunst werden dokumentiert

Die Sammlung Essl in Klosterneuburg konzentriert sich auf die Kunst nach 1945, aber auch aus der Zeit vor 1945 gibt es einen reichen Bestand, der die Wurzeln der zeitgenössischen österreichischen Kunst dokumentiert. Unter dem Titel „Die Kunst davor“ werden seit 9. Dezember im Schömer-Haus in Klosterneuburg Werke der österreichischen Klassischen Moderne vor 1945 präsentiert.

Auf den vier Ebenen des Schömer-Hauses sind insgesamt 128 Gemälde der bedeutendsten österreichischen Maler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu sehen, u.a. von Werner Berg, Herbert Boeckl, Arnold Clementschitsch, Albin Egger-Lienz, Albert Paris Gütersloh, Sebastian Isepp, Anton Kolig, Alfred Kubin, Anton Mahringer, Carl Moll, Wilhelm Thöny, Franz Wiegele und Alfons Walde.

Expressive Tendenzen in der Nachfolge von Schiele und Kokoschka, Werke des österreichischen Symbolismus (z.B. Alfred Kubin), des Kärntner Expressionismus (vor allem Künstler des Nötscher Kreises wie Anton Kolig, Sebastian Isepp und Franz Wiegele) sowie seltene Bilder der österreichischen Neuen Sachlichkeit (vor allem Albert Paris Gütersloh) werden umfassend aus den wichtigsten Schaffensphasen der vertretenen Künstler präsentiert.

Der 1894 in Klagenfurt geborene Künstler Herbert Boeckl ist mit insgesamt 15 Werken vertreten. In seinen späten Bildern, insbesondere aber den vierziger Jahren, ist ein Hinwenden zu einer abstrakteren Arbeitsweise erkennbar; ein Beispiel hiefür ist sein „Strahlender Frauenakt“ von 1953. Boeckl spannt gleichzeitig den Bogen zur Kunst nach 1945, die in der Sammlung Essl die zentrale Rolle einnimmt.

Die Hauptfigur der losen Künstlervereinigung „Nötscher Kreis“ ist der 1886 in Nötsch geborene Anton Kolig. Er ist in dieser Präsentation durch seine hervorragenden Aktzeichnungen sowie durch expressive Ölporträts umfassend vertreten. Andere Künstler, die dem Nötscher Kreis zugeordnet werden wie Jean Egger, Sebastian Isepp, Anton Mahringer und Franz Wiegele sind ebenfalls zu sehen. Der Villacher Arnold Clementschitsch ist mit drei stimmungsvollen Ölbildern in der Schau vertreten.


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