01.12.2000 | 00:00

Frauen sollen offensiv in die Zukunft gehen

Tagung beschäftigte sich mit Gleichbehandlung

„Offensiv in die Zukunft“ war gestern das Thema einer Tagung in St.Pölten, die sich mit der Gleichbehandlung von Männern und Frauen befasste. Die Veranstaltung, die von der Arbeiterkammer Niederösterreich, dem ÖGB und dem Arbeitsmarktservice Niederösterreich abgehalten wurde, war der Auftakt zu einer Reihe von Informations- und Bildungsveranstaltungen zu dieser Problematik. Ziel der Tagung war es, in Niederösterreich eine überparteiliche Vernetzung und klare regionalpolitische Positionen aufzubauen.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop betonte, Voraussetzung für eine vollkommene Gleichbehandlung sei eine entsprechende Bewusstseinsbildung. Ein großes Problem sei die immer mehr auseinanderklaffende „Einkommensschere“ zwischen Männern und Frauen. „Wir haben in Niederösterreich das Frauenförderprogramm und das sogenannte ‚Gendermainstreaming‘, eine Strategie zur Gleichstellung, die geeignete Instrumente sind, um die Gleichbehandlung zu erreichen. Auch der Beschäftigungspakt enthält wesentliche Verbesserungen für die Frauenbeschäftigung“, erläuterte Prokop.

Landesrätin Christa Kranzl will Frauen die Möglichkeit einräumen, ohne Behinderungen voll ins Berufsleben einzusteigen. „Weitere Investitionen in die Kinderbetreuung sind daher das Gebot der Stunde“, unterstrich Kranzl. Frauen müssten in allen Lebenslagen voll unterstützt werden. Der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, wies darauf hin, dass Frauen noch immer ein Drittel weniger verdienen als Männer. Gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit dürfe nicht nur am Papier gelten, sondern müsse endlich gelebte Realität werden.


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