28.11.2000 | 00:00

Schwerpunkt Klimabündnis Bruck – Hainburg – Schwechat

Sobotka: Umweltpolitik macht nicht an Gemeindegrenzen Halt

Nachdem die NÖ Landesregierung in ihrer letzten Sitzung für den Schwerpunkt Klimabündnis Bruck an der Leitha – Hainburg – Schwechat 10 Millionen Schilling bewilligt hat, präzisierte gestern Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka in St.Pölten die Ziele dieses auf zwei Jahre ausgelegten Projekts, dem zusätzlich über Wohnbau-, Wirtschaftsförderung u.a. auch indirekte Mittel in zweistelliger Millionenhöhe zugute kommen.

Aufbauend auf den Erfahrungen bei bisher fünf NÖ Umweltschwerpunkten, bei denen man in Korneuburg, Amstetten, Gmünd/Ceske Velenice, in der Thermenregion und im Unteren Industrieviertel 80 Gemeinden mit 250.000 Einwohnern mit maßgeschneiderten Angeboten versorgt hat, soll nun auch im Bereich zwischen Wien und Bratislava ein Klimabündnis-Schwerpunkt gesetzt werden.

Sobotka erwartet sich davon für diese zukunftsträchtige, aber auch durch ein hohes Maß an wirtschaftlicher Wertschöpfung und Belastung gekennzeichnete und mit der Bundeshauptstadt punkto Verkehr und Wohnraum-Entwicklung eng gekoppelte Region eine Verbesserung der Umweltsituation insgesamt, eine Forcierung des Umweltbewusstseins, Hilfestellung für die Gemeinden und besondere Aktivitäten für den Klimaschutz.

Umweltpolitik dürfe nicht an Gemeindegrenzen Halt machen, forderte Sobotka und kündigte eine Verstärkung bestehender Projekte wie der Erdgastankstelle in Schwechat oder der Bemühungen von Bruck an der Leitha um Energieautarkie der Gemeinde an. Auch regionale Umweltkonzepte sowie Information und Beratung sollen dazu beitragen, nachhaltige Umweltpolitik in die Breite zu bringen.

Als erste Maßnahme kündigte der Umwelt-Landesrat eine Umwelt-Bestandserhebung an, daraus abgeleitet werde es in individueller Analyse Energie-Bestandserhebungen bei Industrie und Haushalten geben. Emissionsmessungen, Immissions-Analysen, Energieberatungen und die Untersuchung von Altdeponien werden die einzelnen Aktionsschritte begleiten. Auch Sonderprogramme für Industrie und Gewerbe, eine Forcierung der Althaussanierung, eine Aktivierung des Schul- und Kindergartenbereiches und verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sollen zur Erreichung von Kyoto- und Klimabündnisziel beitragen.


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