28.11.2000 | 00:00

Plank zu BSE: Gefährdung für NÖ ist auszuschließen

„Eine Gefährdung Niederösterreichs durch die Rinderseuche BSE ist derzeit durch die in den letzten Jahren ergriffenen Maßnahmen auszuschließen, wobei es eine hundertprozentige Sicherheit niemals geben kann“, erklärte gestern Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank zur aktuellen Diskussion nach dem Auftreten von Rinderwahn in Deutschland. Die einzige Maßnahme, die bestehende Zweifel beseitigen helfen kann, sind lückenlose Tests, deren Kosten allerdings sehr hoch seien. Die Frage, wer diese Tests finanziert, sei ungeklärt.

Plank forderte in diesem Zusammenhang, dass die Kosten von der EU übernommen werden müssten. Keineswegs dürften die Bauern allein zur Kasse gebeten werden.

Einem generellen Verbot für Tiermehl kann Plank nicht allzu viel abgewinnen. Österreichisches Tiermehl werde nach äußerst hohen Qualitätsstandards erzeugt. Seit 1990 gebe es ein Fütterungsverbot für Wiederkäuer, und Tiermehl werde nur noch an Schweine und Geflügel verfüttert. Seit Generationen würden Abfälle an Schweine und Geflügel verfüttert. Tierkadaver hätten allerdings in der Nahrungskette nichts verloren. Vor einem generellen Tiermehl-Verbot müsse die Frage geklärt werden, was sonst verfüttert werden kann, denn die Tiere brauchen Eiweiß zum Leben.


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