24.11.2000 | 00:00

Ostregion profitiert von Grenzöffnung

Ungarn, Slowaken und Tschechen lassen 4,2 Milliarden S in NÖ

Die Ostregion profitiert von der Grenzöffnung: Laut einer neuen Osteuropastudie der Wirtschaftskammern Niederösterreich und Wien, die gestern von den Präsidenten KR Sonja Zwazl und Walter Nettig in Wien vorgestellt wurde, geben Ungarn, Tschechen und Slowaken im Jahr 15 Milliarden Schilling in Wien und Niederösterreich aus. Auf Niederösterreich entfallen 4,2 Milliarden Schilling. Hingegen geben die Niederösterreicher pro Jahr 3 Milliarden Schilling in diesen Ländern aus. „Der Kaufkraftzufluss ist also höher als der Kaufkraftabfluss“, betonte NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Zwazl. Grund dafür sei auch, dass in Österreich Markenware billiger sei.

Besonderen Zustrom der östlichen Nachbarn verzeichnet die SCS, 40 Prozent der Einzelhandelsausgaben werden hier getätigt. Auch die Städte Retz, Mistelbach und Hollabrunn sind beliebte Einkaufsorte. „Die große Ausnahme ist Hadres. Dort gibt es ein Einkaufszentrum, das voll auf die Bedürfnisse der Kunden aus den Reformländern eingeht“, erläuterte Zwazl. Hadres liege in der Beliebtheitsskala gleich hinter der SCS. Auf Grund der Studie werde man sich nun bemühen, die Kunden aus den Nachbarländern noch mehr mit gezielten Werbestrategien anzusprechen. Gerade die Grenzregionen müssten hier aktiv werden. Zwazl: „Die meisten Besucher kommen aus eigenem Antrieb.“ Auch Wien profitiert stark von den Einkäufen der östlichen Nachbarn (11 Milliarden Schilling). Den Löwenanteil könne der Einzelhandel verbuchen, erklärte der Wiener Wirtschaftskammer-Präsident Nettig. Auch Nettig tritt für ein verstärktes Marketing ein. Immerhin leben in den Nachbarländern rund 4 Millionen Menschen.


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