21.11.2000 | 00:00

Round Table „Nachhaltiges Österreich“ in St.Pölten

Sobotka: Umweltpolitik als durchgängiges NÖ Regierungsprinzip

Seit gestern und noch heute findet in St.Pölten der vierte, vom Österreichischen Institut für Nachhaltige Entwicklung an der Wiener Universität für Bodenkultur organisierte Round Table „Nachhaltiges Österreich“ zum Thema „Nachhaltige Raum- und Regionalentwicklung“ statt.

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka erhoffte sich dabei in seiner Eigenschaft als Raumordnungs- und Umweltreferent entscheidende Schritte von der Theorie zur Umsetzung, damit Nachhaltigkeit kein bloßes Schlagwort bleibe. In Niederösterreich sei Umweltpolitik keinem einzelnen Referat vorbehalten, sondern durchgängiges Prinzip aller Regierungsverantwortlichen.

Die größten Anstrengungen hinsichtlich Nachhaltigkeit, so Sobotka weiter, seien im Bereich Straße und Verkehr nötig, wo es derzeit keine Balance zwischen dem motorisierten Individual- und dem öffentlichen Verkehr gebe. Auch im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe gebe es zwar bei Hackschnitzel-, Solar- und Photovoltaikanlagen bereits wirtschaftlich erfolgreiche Projekte, in Summe aber noch viel zu tun, etwa beim Umstieg zu Energiewertflächen in der Landwirtschaft.

Im Bereich der Althaussanierung seien die Mittel in den letzten Jahren verzwanzigfacht worden, allerdings fehlten hier klare Indikatoren etwa für das dadurch erzielte Ausmaß an Verkehrsreduktion. Eindeutig messbar seien hingegen die Erfolge im NÖ Umweltsystem NUS, wo sowohl im Profit- als auch im Non-Profit-Bereich Reduktion des Mitteleinsatzes und Einsparungspotentiale klar dokumentiert seien.

Neben den evidenten Bemühungen im Klimabündnis komme das Prinzip der Nachhaltigkeit auch im Gesundheits- und Sozialbereich zum Tragen, etwa durch die 120 niederösterreichischen Gemeinden, die sich als „Gesunde Gemeinde“ zum Prinzip der Vorsorge und Gesundheitserhaltung bekennen, oder durch die rund 11.000 Landsleute, die zu Hause durch sozialmedizinische Dienste betreut werden. In der Raumordnung schließlich, für Sobotka die Grundlage aller politischen Entwicklungen, führte der Landesrat die Pilotprojekte einer Strategischen Umweltverträglichkeitsprüfung für Donau- und Wiener Südraum sowie die mit kleinregionalen Entwicklungskonzepten abzustimmenden regionalen Raumordnungsprogramme an.


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