07.11.2000 | 00:00

LR Sobotka stellt Möglichkeiten der Telegemeinden vor

In sechs Kommunen jeweils zwei Geräte rund um die Uhr

In sechs Gemeinden oder Gemeindeverbänden, nämlich in Perchtoldsdorf, Krems, Waidhofen an der Ybbs, sieben Kommunen am Wagram nördlich der Donau, in Wiener Neustadt und in Mistelbach, können Bewohner schon jetzt oder demnächst an jeweils zwei Geräten direkt an das Netz, also zum Beispiel in das Internet, greifen. Für diese Nutzung der Telekommunikation sind je 600.000 Schilling pro Telegemeinde notwendig, die zu je einem Drittel vom Land Niederösterreich, von der Firma APC und von der Kommune selbst kommen. Zu dem von langer Hand vorbereiteten Pilotprojekt sollen alle Gemeinden Niederösterreichs beitreten, sagte gestern Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka in einer Pressekonferenz in St.Pölten. Von Gemeinde zu Gemeinde, von Bürgerschaft zu Bürgerschaft seien verschiedene Themen wie Gesundheit, Tourismus, Verkehr, Betriebsansiedlungen, Umweltschutz oder Raumordnung dafür geeignet. Die einzelnen Möglichkeiten der Geräte seien so benutzerfreundlich eingestellt, dass sich jeder ohne Schwierigkeiten damit auseinandersetzen kann.

Am Beispiel der Telegemeinde Perchtoldsdorf, wo das Projekt seit ungefähr einem Jahr läuft, zeigt sich, dass rund 500 Haushalte – vor allem Senioren – mit entsprechenden Geräten mit Internet oder Fernsehen ausgestattet sind. In der Nahversorgung, beim Bürgerservice der Gemeinde als Verwaltung und als Dienstleistungsanbieter, beim Sozial- und Gesundheitswesen und bei den Vereinen würden sich verschiedenste Möglichkeiten ergeben. Durch Einzelgespräche mit jedem Unternehmer seien rund 250 Betriebe im Internet bereits vorhanden. Perchtoldsdorf sei auch wegen der Nähe zur Großstadt Wien für den Einsatz als Telegemeinde ausgezeichnet geeignet. Der Einsatz neuer Medien gehöre ganz einfach dazu. Auch der Umstand, dass eine Ungunstlage mit einer Kommunikationsregion durch das Internet gleichziehe, gehöre zu diesen Möglichkeiten.


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