23.10.2000 | 00:00

LHStv. Schlögl: Wichtige Arbeitsschwerpunkte vorgestellt

Jährlicher NÖ Gesundheitsbericht ab 2001

Landeshauptmannstellvertreter Mag. Karl Schlögl stellte am Freitag in einer Pressekonferenz im Landhaus in St.Pölten einige wichtige Arbeitsschwerpunkte vor. Dabei soll das Arbeitsübereinkommen zwischen den Landtagsklubs bzw. der SPÖ und der ÖVP wie in der Vergangenheit auch zukünftig weiter fortgeführt werden.

Vor allem sei hier die Kooperation auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene notwendig. Im Gesundheitswesen nannte Schlögl als besonderen Schwerpunkt die Vorsorge und den Präventivgedanken, besonders mit den Schulen, wozu auch beispielsweise gesunde Ernährung, Sport und Bewegung, der Kampf gegen Alkohol und Nikotin und mehr Drogenaufklärung, aber auch legistische und juristische Maßnahmen gehören. Auch will er ab 2001 einen jährlichen NÖ Gesundheitsbericht herausgeben.

In Niederösterreich seien 771 niedergelassene praktische Ärzte, 456 Fachärzte und 467 Zahnärzte mit einem Kassenvertrag tätig. Niederösterreich habe damit eine der höchsten Ärztedichte-Zahlen in Europa. Dennoch klage die Bevölkerung zum Beispiel über stundenlange Wartezeiten in den Ordinationen. Er sehe hier einen großen Handlungsbedarf, und die Gesundheitsreferenten, die Sozialversicherungsträger und die Ärztekammer müssen hier gemeinsame Richtlinien ausarbeiten, um die Ressourcen im Bereich der Medizin zu strukturieren und gezielt einzusetzen. Immerhin habe Niederösterreich bereits sehr viel erreicht. In der Realisierung des flächendeckenden Wochentags-Nachtbereitschaftsdienstes sei seinem Vorgänger Dr. Hannes Bauer ein Durchbruch gelungen. Derzeit würden bereits 700.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher erfasst sein. Bis Ende 2001 würde die gesamte Bevölkerung von dieser Maßnahme profitieren. Bei den Krankenanstalten in Niederösterreich hätten die Verantwortlichen durch eine Zusammenarbeit aller im NÖGUS vertretenen Bereiche und der Landesregierungsmitglieder erreicht, dass bereits eine Reihe von Umstrukturierungen durchgesetzt werden konnten. Diese Kooperation zwischen den Krankenanstalten werde auch zukünftig fortgesetzt. Schlögl nannte hier eine Fülle von Maßnahmen, wie etwa die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern Stockerau und Korneuburg. Zudem sei etwa die Vernetzung des Gesundheitsbereiches mit sozialen Anliegen stärker als bisher zu forcieren.

Niederösterreich sei durch zwei Nationalparke, 22 Naturparke, 46 Naturschutzgebiete, 28 Landschaftsschutzgebiete, 1.610 Naturdenkmäler und durch zahlreiche EU-Schutzgebiete wie die LIFE-Projekte „Pannonische Sanddünen“ oder „Lebensraum Huchen“ schon sehr viel geschehen. Dennoch müsse die Natur ökologisch weiterentwickelt werden, argumentierte Schlögl. So setze er sich für den weiteren Ausbau des Vertragsnaturschutzes in Niederösterreich ein.

In den nächsten Jahren stünden für den Ausbau der niederösterreichischen Tierheime 100 Millionen Schilling zur Verfügung, ging Schlögl auf ein weiteres Gebiet seiner Arbeit ein. Derzeit würde eine Expertengruppe die Probleme an den Standorten bestehender Tierheime untersuchen. Zudem strebe er auch eine starke Harmonisierung der bestehenden Gesetze zum Tierschutz in Österreich an.


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