16.10.2000 | 00:00

Symposion „Ökologische Passivhäuser“ in St.Pölten

Prokop: Richtige Objekte am richtigen Platz in richtiger Form bauen

Von dem heute in St.Pölten von der Donau Universität Krems und dem Österreichischen Institut für Bautechnik und -ökologie veranstalteten Symposion „Ökologische Passivhäuser“ erwartet sich Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop einen entscheidenden Schritt vorwärts in den Bestrebungen des Landes, „das richtige Objekt am richtigen Platz in der richtigen Form“ zu bauen.

Neben der Pionierarbeit um das Passivhaus, die Niederösterreich im Zusammenhang mit dem geförderten Sozialbau geleistet habe, verwies Prokop auch auf die geplante Einführung eines Energiepasses, der an die Wohnbauförderung gekoppelt werden soll. Darüber hinaus sei im Bereich der Heizungen, die im Land einen schlechten Standard gehabt hätte, mit der Bewältigung mehrerer tausend Ansuchen eine rasche und effiziente Verbesserung herbeigeführt worden. Auch im Bereich des verdichteten Wohnbaues setzten sich gegen die Tradition des herkömmlichen Einfamilienhausbaus immer mehr Argumente reduzierten „Bodenfraßes“, geringerer Aufschließungskosten und energetischer Vorteile durch.

In Niederösterreich seien heuer, so Prokop weiter, mehr als 27.000 Wohnbau-Ansuchen erledigt worden, die ein Wohnbau-Volumen von 18 Milliarden Schilling ausmachen, Neubau werde dabei zugunsten der Altbau-Sanierung nur noch in nachweislich nötigen Fällen gefördert. Insgesamt sei eine Reduktion von 70 bis 80 Prozent an Heizkosten möglich.

Im Rahmen der Klimaschutz-Bemühungen müsste daher auch der Bereich Wohnbau alles beitragen, um nicht nur Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden hervorzurufen und die Leistbarkeit zu garantieren, sondern auch die Energiesituation zu optimieren. Schließlich habe keine Generation so sehr Raubbau auf diesem Planeten betrieben wie die Nachkriegsgeneration. Mit der Erkenntnis, dass es hier Grenzen gebe, müsse auch alles unternommen werden, um die Belastungen für die Zukunft zu verringern, schloss Prokop.


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