16.10.2000 | 00:00

Mitteleuropas Luftgüte-Überwacher arbeiten zusammen

Mehrere Länder nahmen in Bratislava an einem Ringversuch teil

Vergangene Woche nahmen Vertreter des NÖ Luftgüte-Messnetzes in Bratislava an einem sogenannten Ringversuch der Immissionsmessung teil. Teilnehmer dieses Projektes, das von der EU gefördert wurde, waren neben Niederösterreich und dem Gastgeberland Slowakei auch Vertreter der Umweltschutzabteilungen des Burgenlandes und Tschechiens. Zudem beobachteten ungarische Vertreter die Durchführung dieses Projektes.

Bei einem derartigen Ringversuch werden komplette Messeinrichtungen für Immissionen, wie sie in der Praxis verwendet werden, nebeneinander auf einer geeigneten Stelle aufgebaut und nach genauen Einjustierungen einige Tage betrieben. Durch diese Parallelmessungen kann die Datenqualität und die Vergleichbarkeit von Immissionsmessdaten dokumentiert werden. Auch kann man die Messanlagen aufeinander abstimmen. Dies ist wegen der zunehmenden internationalen Zusammenarbeit auch auf diesem Gebiet des Umweltschutzes und wegen des Austausches von Messdaten von größter Bedeutung. So wird beispielsweise derzeit am Aufbau einer Internetseite gearbeitet, die über aktuelle Luftgütedaten Tschechiens, der Slowakei und Ungarns sowie der Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland informieren soll. Dafür ist natürlich ein Abgleich der Messanlagen von grundlegender Bedeutung, um falsche Belastungsangaben durch Abweichungen zu vermeiden. Das gilt auch für geplante Datentransfers mit den Messnetzzentralen dieser Länder.

Beim Ringversuch in Bratislava wurden die Schadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffmonoxid (NO), Stickstoffdioxid (NO2), Ozon (O3), Kohlenmonoxid (CO) und Schwebestaub verglichen. Die Messdaten, die noch genau analysiert werden, weisen auf eine relativ gute Übereinstimmung hin. Dies zeigt den erfreulich hohen technischen Standard der sehr empfindlichen Luftschadstoffmessungen. Wegen der Vorgaben für die EU-konforme Qualitätssicherung ist geplant, derartige Ringversuche zumindest einmal pro Jahr durchzuführen.


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