10.10.2000 | 00:00

Temelin in Betrieb – NÖ Sorgen nicht respektiert

Sobotka: „Kein Atomstrom aus Temelin nach Niederösterreich!“

Am Montag, 9. Oktober, hat die tschechische staatliche Behörde für nukleare Sicherheit (SÚJB) kurz nach 14 Uhr die Genehmigung für die Inbetriebnahme von Block 1 des AKW Temelín erteilt. Daraufhin wurde vom Betreiber in Anwesenheit von Premierminister Zeman durch Herausziehen der Steuerstäbe das Hochfahren des Reaktors gestartet.

Aus Anlass der Inbetriebnahme des AKW erneuerte Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Forderung, dass aufgrund der nach wie vor offenen Sicherheitsfragen dem Energiekapitel bei den Beitrittsverhandlungen nicht zugestimmt werden darf. „Die Tschechische Republik hat leider keinerlei Rücksicht auf die Bedenken Niederösterreichs genommen“, bedauert Sobotka die Entscheidung, die Aufwärmphase im AKW Temelin zu starten.

„Niederösterreich wird aber im neuen NÖ ELWOG sicherstellen, dass kein Atomstrom aus unsicheren Kernkraftwerken in Niederösterreich angeboten wird“, versichert der Umwelt-Landesrat. „Die Entwicklung einheitlicher Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke auf europäischer Ebene ist nach wie vor eine zentrale Forderung Niederösterreichs, um eine einheitliche Behandlung des Themas unsicherer AKW in weiterer Zukunft sicherzustellen“, so Sobotka abschließend.


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