05.10.2000 | 00:00

Energie durch Körner

Innovative Versuche in NÖ Landwirtschaftsschulen

Wie kann man Energie durch Körner gewinnen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln im Rahmen des Projektes „Energiekorn“, das vom Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule Tulln, Ing. Josef Meisl, initiiert wurde. Dabei werden in Feldversuchen Winter- und Sommergerste, eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen und Non food Weizen, also kein Brotgetreide, getestet. „Zwölf Ofenfirmen prüfen in einer Pilotanlage den Verbrennungsraum, also welche Körner die meiste Energieausbeute bringen. Verheizt wird ausschließlich Korn. Ölraps und Ölsonnenblumen werden neben Mais in einer Ganzkornverbrennung geprüft“, erläuterte heute Dr. Josef Rosner von der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle für Forschung und Bildung (LAKO) in Tulln. Die Forschungsergebnisse hätten ergeben, dass beispielsweise 2,7 Kilogramm Winter- oder Sommergerste bzw. 2 Kilogramm Raps ein Liter Heizöl extraleicht substituieren. Rosner: „Unser Versuchsziel ist es, Sorten mit wenig bis gar keinem Pflanzenschutz und einer Minimaldüngung mit geringem Eiweißgehalt und hohem Ertrag zu finden. Wenig Eiweiß ist für einen geringen Stickoxid-Ausstoß in den Abgasen notwendig.“ Auf diese Weise würde es gelingen, unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden. Und diese Alternative sei auch CO2 neutral, denn die Pflanze habe das ausgestoßene CO2 schon vorher zu Zucker und Stärke mittels Sonnenlicht umgewandelt. „Nachwachsende Rohstoffe sollten also vermehrt am Feld kultiviert werden, weil Pflanzen Sonnenlicht optimal zu Energie umwandeln können“.


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