03.10.2000 | 00:00

Schule am Bauernhof

Stadtkinder lernen „fremde Welt“ kennen

Der Bauernhof ist für viele Stadtkinder zu einer „fremden Welt“ geworden. Sie kennen Schweine, Kühe und die landwirtschaftliche Arbeit nur mehr aus dem Schulbuch. Laut einer Umfrage des europäischen Verbandes der jungen Landwirte können beispielsweise die Hälfte der europäischen Schüler nicht sagen, woraus Zucker hergestellt wird. Um den Kindern das bäuerliche Leben und die Landwirtschaft näher zu bringen, starteten die zuständigen Ministerien im Vorjahr die Aktion „Schule am Bauernhof“. Wiener und niederösterreichische Schüler besuchen dabei rund 40 ausgewählte Bauernhöfe in Niederösterreich. Jene Landwirte, die die Schüler mit dem Leben am Bauernhof vertraut machen, absolvierten entsprechende Seminare. Der Exkursionsbeitrag richtet sich nach dem Angebot des Bauernhofes und beträgt ca. 80 Schilling.

Die NÖ Landes-Landwirtschaftskammer erstellte für die Exkursionen die Broschüre „Schule am Bauernhof in Niederösterreich“, die mit Schulbeginn an die Pflichtschulen und Kindergärten versandt wurde und alle teilnehmenden Bauernhöfe sowie landwirtschaftliche Schulen und Organisationen vorstellt.

„Von dieser Aktion profitieren auch die Landwirte. Sie können so die Bedürfnisse der Konsumenten besser kennen lernen“, meinte gestern der Präsident der NÖ Landes-Landwirtschaftkammer, Ing. Rudolf Schwarzböck, im Wiener Stadtschulrat, wo die Aktion vorgestellt wurde. Adolf Stricker, Amtsführender Präsident des NÖ Landesschulrates, betonte, die Erziehung zu vernünftigen Lebensweisen müsste Bestandteil des Unterrichts sein. Zudem dürften die Kinder Nahrungsmittel nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Der Wiener Stadtschulratspräsident Kurt Scholz meinte ebenfalls, das den Kindern bäuerliche Lebensweisen wieder nähergebracht werden müssten.

Nähere Informationen zu „Schule am Bauernhof“: NÖ Landwirtschaftskammer, www.lk-noe.at.


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