03.10.2000 | 00:00

Wohnbauforschung soll für neue Akzente im NÖ Wohnbau sorgen

LHStv. Prokop stellte neue Informationsoffensive vor

Mit der neuen Wohnbauforschung in Niederösterreich sollen im Wohnbau neue Impulse und Akzente gesetzt werden. „Die Wohnbauforschung versteht sich zum einen als wichtiger Impulsgeber und Ideenlieferant, zum anderen soll damit auch wertvolle Grundlagenarbeit im Wohnbau geleistet werden. Neue Trends und Entwicklungen werden hier ebenso berücksichtigt wie das Wissen über neue Technologien und der Einsatz verbesserter Materialien oder Methoden“, begründete gestern die Vorsitzende des NÖ Wohnbauforschungsbeirates, Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, die verstärkten Landesinitiativen in diesem Bereich. Der zielführende Einsatz von Mitteln und die Treffsicherheit der Förderungen brauche heute immer mehr gesicherte Erkenntnisse der Wissenschaft, so Prokop. Aus diesem Grund fand gestern Nachmittag im Landhaus in St.Pölten auch eine Fachtagung statt, die sich mit dem Thema „Flächenschonendes Bauen in Niederösterreich“ beschäftigt. Neben mehreren Impulsreferaten zu diesem Thema wurde eine neue Dokumentation vorgestellt und anschließend darüber diskutiert. In dieser Dokumentation werden anhand von 30 ausgewählten Siedlungen und Siedlungsprojekten in Niederösterreich Alternativen zum freistehenden Einfamilienhaus aufzeigt.

Gleichzeitig wird auch eine neues Info-Paket zur NÖ Wohnbauforschung aufgelegt. Eine eigene Homepage im Internet (www.noe-wohnbauforschung.at) stellt ab sofort alle wichtigen Informationen bereit und beinhaltet außerdem eine vollständige Dokumentation aller abgeschlossenen und laufenden Projekte, neue Antragsformulare, Informationsfolder, Veranstaltungen, Workshops und vieles andere mehr. Erarbeitet und erstellt wurde dieses Konzept von der NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie.

Prokop bot auch einen kurzen Rückblick über die Wohnbauforschung, die es bereits seit den sechziger Jahren in Österreich gibt. Diese hatte aber den Nachteil, dass sie teilweise zu wenig auf die Bedürfnisse der Bundesländer einging. Deshalb hat man die Wohnbauforschung vor rund 12 Jahren größtenteils den Ländern überantwortet. In Niederösterreich wurden seit 1992 88 Forschungsanträge bearbeitet. „57 dieser Projekte wurden als positiv begutachtet und führten zu Projekten und konkreten Ergebnissen“, so Prokop. Das Land hat dafür insgesamt 28,5 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt.


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