22.09.2000 | 00:00

Duo Hosemann & Bruckmeier leitet das NÖ Donaufestival

Neues Profil, Konzentration auf den Donauraum

Für die künstlerische Leitung des Niederösterreichischen Donaufestivals wurde nach Abgang des Intendanten Alf Krauliz das Duo Eva Hosemann und Stephan Bruckmeier verpflichtet. Der Vertrag wurde vorerst für zwei Jahre abgeschlossen. Das nächste Festival läuft vom 9. bis 30. Juni 2002. Mit neuen Schwerpunkten und neuer Zielrichtung, wie die beiden neuen künstlerischen Leiter bei der Vorstellungs-Pressekonferenz gestern betonten.

„Wir wollen mit diesem Festival, das sich in der internationalen Kulturlandschaft in den 10 Jahren seines Bestehens schon einen bedeutenden Namen gemacht hat, Wien keine Konkurrenz machen. Wir wollen vielmehr Neues schaffen. Es wird ein Festival des ‚cross over‘, eine Durchmischung bisheriger Spartenbegriffe mit vielen guten und aufregenden Projekten“, so Bruckmeier. Wichtig ist den beiden Neuen ein unverwechselbares Profil, das sich in der eindeutigeren Positionierung im Donauraum leichter gewinnen lässt. „Wir rücken deshalb auch von St.Pölten ab, das schließlich nicht an der Donau liegt und über eine eigene, qualitätsvolle Kulturszene verfügt. Deshalb auch die Konzentration auf die Spielorte Krems und den Korneuburger Hafen. Die Zuordnung zum Donauraum hilft uns, internationales Profil zu gewinnen“, umreißt Bruckmeier die Beweggründe für die Änderungen.

Bruckmeier erscheint ebenso wie Hosemann hinreichend qualifiziert für die Führung des Donaufestivals, das allerdings in seiner bisherigen künstlerischen Karriere eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Derzeit leiten die beiden das Theater „Rampe“ in Stuttgart, eine Tätigkeit, die sie auch in Zukunft nicht aufgeben werden. Daraus sollte sich ein befruchtendes Miteinander ergeben. Selbst werden die beiden kaum beim Donaufestival Regie führen oder Theater spielen, weil sie es nicht als Podium für eigene künstlerische Tätigkeit betrachten wollen.

„Was wir brauchen, ist eine klare Definition dessen, was wir hier tun. Deshalb die neue Zielrichtung und die neue Struktur. Wir gehen mit sehr großer Freude an die neue Aufgabe“, betonen die neuen künstlerischen Leiter, denen als Budget für die beiden Vertragsjahre 2001 und 2002 je 25 Millionen Schilling zur Verfügung stehen.


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