22.09.2000 | 00:00

Autofreier Tag in Niederösterreich

Sobotka: Verkehr schwierigster Part für CO2-Reduktion

Anlässlich des autofreien Tages besuchten heute Umweltminister Mag. Wilhelm Molterer und Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka Langenlois und das Landeskrankenhaus Tulln. Im Zug von Wien in die niederösterreichische Verkehrssparmustergemeinde Langenlois freute sich Sobotka darüber, dass Molterer den autofreien Tag in Niederösterreich verbringe und so Anerkennung für die Aktivitäten des Landes bei der Umsetzung der Klimabündnisziele zum Ausdruck bringe.

Während das Land und die Gemeinden im Bereich des Wohnens mit der NÖ Bauordnung und Förderanreizen sowie im Bereich der Industrie mit der Installierung des NÖ Umweltsystems NUS selbstständig sehr aktiv seien, brauche man beim Verkehr, dem schwierigsten Part für die CO2-Reduktion, die massive Unterstützung des Bundes. Einige Gemeinden wie die Verkehrsspargemeine Langenlois oder Schwechat, das den öffentlichen Verkehr auf gasbetriebene Fahrzeuge umrüste, hätten hier Vorbildfunktion. Das Land selbst unterstützte durch die Finanzierung von Doppelstockwaggons, Park-and-ride-Anlagen u.a. ein kompaktes System für den öffentlichen Verkehr. Große Hoffnungen setze man auch auf den CO2-neutralen Biodiesel, der kleinregionale Strukturen erhalte, die Wertschöpfung im Land belasse und ein Zusatzeinkommen für die Landwirtschaft garantiere.

Molterer betonte, dass europaweit mehr als 840 Städte und Gemeinden und 70 Gemeinden in Österreich an diesem autofreien Tag zur Bewusstseinsbildung und zur konkreten CO2-Reduktion beitragen. Im Rahmen von betrieblichen und kommunalen Mobilitätsmanagements wären etwa in Niederösterreich das Krankenhaus Tulln mit bis zu 21 Prozent CO2-Reduktion und die Messestadt Wieselburg mit bis zu 7 Prozent CO2-Reduktion Vorzeigeprojekte. Der Verkehr stelle ein steigendes Problem im Zusammenhang mit der CO2-Reduktionsverpflichtung dar. Nur wenn man im Bereich des Verkehrs Erfolg habe, sei das Kyoto-Ziel erreichbar.

ÖBB-Direktor Dr. Gerhard Stindl konnte auf derzeit 280 Millionen Fahrten pro Jahr verweisen, die die ÖBB mit Bus und Bahn leisten. Das bedeute täglich eine Million Fahrgäste, die ansonsten 700.000 Kilometer pro Tag mit dem Auto zurücklegen würden. Niederösterreich sei jenes Bundesland, das am meisten für den öffentlichen Verkehr ausgebe. Im Zuge der Fahrt wurden auch 5 Pendler aus NÖ Klimabündnisgemeinden ausgezeichnet, die bis zu 20 Jahre täglich mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren.


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