29.06.2007 | 18:10

Kooperation mit Stanford University

Gabmann-Bilanz der Technologie-Studienreise nach Kalifornien

Die Niederösterreich-Delegation, die unter der Leitung von Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann vom 9. bis 17. September eine Technologie-Studienreise in den „Melting-pot der Technologiestandorte“, Kalifornien, absolviert hat, ist am Wochenende zurückgekehrt. Die Bilanz der Gespräche und Kontakte mit führenden kalifornischen Technologieunternehmen und Forschungszentren ist nach Auskunft von Landesrat Gabmann äußerst positiv. „Wir haben nicht nur sehr interessante Erfahrungen über die Rahmenbedingungen und modernen Trends der globalen Technologieentwicklung gewonnen, sondern auch ein Kooperationsabkommen mit der Stanford University unterzeichnet und erste Kontakte für Liefer- und Leistungsbeziehungen mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen geknüpft“, sagte Gabmann.

Das mit Prof. Fritz Prinz von der Stanford University abgeschlossene Grundsatz-abkommen sieht einen intensiven Wissens- und Informationstransfer im Bereich „Moderne Produktionstechnologien“ vor und beinhaltet darüber hinaus die Arbeit an gemeinsamen Forschungsprojekten sowie den Austausch von Wissenschaftern und Studenten. Prof. Prinz, Vorstand des Instituts für Mechanical Engineering und Materials Science an der Stanford University und Direktor des Rapid Prototyping Laboratory, ist nicht nur ein weltweit angesehener Wissenschafter, sondern hat auch mit seinem Geburts- und Zweitwohnort Gmünd ein enges Naheverhältnis zu Niederösterreich. Partner des Memorandums auf niederösterreichischer Seite sind das Austrian Research Center Seibersdorf, in Kooperation mit der Forschungs- und Technologiegesellschaft FOTEC, der Fachhochschule Wiener Neustadt, sowie das Land Niederösterreich.

Für die Umsetzung des Abkommens werden in Niederösterreich, wie Gabmann erläuterte, zwei Forschungs- und Demonstrationszentren entstehen. Eines wird sich mit modernen Spritzgusstechniken für Keramik und Metall beschäftigen und seinen Standort in Wiener Neustadt haben. Das andere Forschungslabor soll die rasche Prototypenerzeugung mit Computerunterstützung verfolgen. Träger dieser beiden neuen Projekte, die von der Geschäftsstelle für Technologie der NÖ Landesregierung finanziell unterstützt werden, sind das ARC Seibersdorf und die FOTEC.

Weitere Themenschwerpunkte der Studienreise waren die Raumfahrttechnik und die Biotechnologie, wo Kontakte mit führenden kalifornischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen (Boeing, Hughes Space and Communications, Lockheed Martin, Jet Propulsion Laboratory, Genentech, Bayer Corporation Berkeley, NASA Ames Research Center) aufgenommen wurden.

„Der Aufbau internationaler Kooperationen und der damit verbundene Wissenstranfer ist“, wie Landesrat Gabmann betonte, „eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der NÖ Technologieoffensive. Daher müssen wir den Auf- und Ausbau niederösterreichischer Technologie- und Kompetenzzentren weiter vorantreiben und deren Einbindung in internationale Netzwerke massiv unterstützen. Partnerschaften mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Kalifornien, dem wohl bekanntesten und dynamischsten Zentrum der globalen Technologieentwicklung, sind dafür ein sehr interessantes und vielversprechendes Sprungbrett.“


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