29.06.2007 | 18:10

„Als man um die Religionen stritt ...“

Katalog als Standardwerk zur Reformationsgeschichte

Um 1580 bekannten sich rund drei Viertel der Waldviertler zum evangelischen Glauben. Erst die Gegenreformation sorgte dafür, die Verhältnisse wiederum umzukehren. Ein Standardwerk zu Reformation und „Katholische Erneuerung“ im Waldviertel zwischen 1500 und 1660, verfasst von Gustav Reingrabner, erschien jetzt unter dem Titel „Als man um die Religion stritt ...“ als Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, die derzeit im Höbartmuseum der Stadt Horn läuft und noch bis 2. November zu sehen ist.

Der Verfasser Univ.Prof. Dr. Gustav Reingrabner ist Spezialist für Reformationsgeschichte und lehrt als ordentlicher Professor am Institut für Kirchenrecht der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. Zunächst befasst sich Prof. Reingrabner mit der Reformation, ausgelöst durch Martin Luthers Thesenanschlag, mit gewaltigen Auswirkungen im Waldviertel des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Es folgte eine Beschreibung der 110 Exponate und ein Lexikon der Personen, die führende Kräfte in Reformation und Gegenreformation waren. Eine Beschreibung des historischen Verlaufes und wichtiger Ereignisse in Städten, Pfarren und Klöstern des Waldviertels ist ebenfalls enthalten. Beschrieben werden auch konfessionelle Sagen und Stätten im Waldviertel. Ein Spezialbeitrag befasst sich mit der Entwicklung der Stadt Horn in dieser Zeit, eines Zentrums des religiös-politischen Geschehens.

Der Band umfasst 224 Seiten, ist reich illustriert und zum Preis von 224 Schilling im Höbartmuseum in Horn (Telefon 02782/2372-1) erhältlich.


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