29.06.2007 | 18:10

Hilfe für gefährdete Jugendliche

Prokop: Streetwork ist geeignete Methode

Niederösterreich setzt in der Jugendarbeit einen neuen Meilenstein: Demnächst startet in den Regionen St.Pölten, Mödling und Wiener Neustadt das „Streetworking“, bei dem junge Menschen mit persönlichen und/oder sozialen Problemen von Jugendarbeitern direkt „auf der Straße“, also in Discos, Bahnhöfen oder Parks, betreut werden. „Streetwork ist bestens dafür geeignet, gefährdeten Jugendlichen an der Grenze zur Kriminalität zu helfen. Es ist ein ganz wesentliches Instrument zur Vorbeugung in jeder Hinsicht, also um ein Abgleiten in Suchterkrankungen oder Gewalt zu vermeiden“, betonte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop in St.Pölten. Ein Team bestehe aus drei bis vier ausgebildeten Streetworkern, das jeweils für eine Region zuständig ist. In Wiener Neustadt und Mödling gibt es mit den Vereinen Tender und Auftrieb bereits erfahrene Jugendorganisationen, die eine stationäre Jugendberatung anbieten. In St.Pölten wird Streetwork vom Verein Jugend & Arbeit organisiert. Prokop: „Das Projekt wird in den drei Modellregionen zwei Jahre lang durchgeführt und beobachtet. Danach können wir beurteilen, ob wir diese Initiative auf ganz Niederösterreich ausdehnen.“

Ein Streetwork-Team für eine Region kostet rund 3 Millionen Schilling. Das Land Niederösterreich übernimmt davon 2,3 Millionen, 500.000 Schilling sollen von den Standortgemeinden kommen, die restlichen 200.000 Schilling müssen von anderen Gemeinden in der Region und vom AMS NÖ aufgebracht werden.

Für die drei Regionen gibt das Land im nächsten Jahr insgesamt 6,9 Millionen Schilling aus. Das niederösterreichische Streetwork-Konzept wurde vom Leiter der NÖ Fachstelle für Suchtvorbeugung, Prof. Kurt Fellöcker, erarbeitet.


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