29.06.2007 | 18:10

135 Millionen Schilling zusätzlich für Österreichs Sport

LHStv. Prokop startete Initiative „Sport schafft Arbeitsplätze“

Die österreichischen Dach- und Fachverbände im Sport sind in der Lage, in den nächsten drei Jahren den Jugend- und Nachwuchssport zu forcieren und mit der Anstellung von Trainern und Betreuern auch bis zu 150 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Mittel dafür – für die Jahre 2000 bis 2002 insgesamt 135 Millionen Schilling – kommen zu je einem Drittel von den Österreichischen Lotterien, von den Bundesländern und vom Arbeitsmarktservice. Die Umsatzerlöse der Österreichischen Lotterien können nach einer Änderung des Glückspielgesetzes und des Bundes-Sportförderungsgesetzes in Anspruch genommen werden, wenn sie zweckgebunden für arbeitsplatzschaffende Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden.

Die Idee, mit dem sportpolitischen auch ein arbeitsmarktpolitisches Ziel zu verbinden, stammt von der NÖ Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, die 9 Millionen Schilling aus dem Budget des Landes zusagte. Die anderen Bundesländer haben ihre Mitwirkung grundsätzlich bejaht.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Martin Bartenstein, begrüßte die neue Initiative angesichts der derzeitigen Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent als notwendig. Das österreichische Sportbudget (660 Millionen Schilling) werde de facto um 135 Millionen Schilling aufgestockt, „zwei Fliegen“ (Nachwuchsförderung im Sport und Schaffung neuer Arbeitsplätze) würden „mit einer Klappe“ erledigt, so Minister Bartenstein.

Landeshauptmannstellvertreterin Prokop hob hervor, dass diese Idee einerseits aus den vielen zusätzlichen Bedürfnissen des Sports und der Notwendigkeit, mit den Schulen stärker zusammenzuarbeiten, entstanden sei, andererseits aus der Situation des Arbeitsmarktes. Jetzt werde man neue Qualifikationen im Betreuungsbereich maßgeschneidert realisieren können.“

Es ist geplant, dass das Arbeitsmarktservice im ersten Jahr der Anstellung neuer Kräfte im Sport für 50 Prozent der Lohnkosten aufkommt, für den Rest die Bundessportorganisation, die Bundesländer und der jeweilige Sportverband. Im zweiten und dritten Jahr teilen sich BSO, Länder und Sportverband die Lohnkosten. Danach muss der Verband allerdings alleine aufkommen.


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