29.06.2007 | 18:10

Die Lücke im Kulturbezirk schließt sich

Feierliche Grundsteinlegung für das neue NÖ Landesmuseum

Die lange Geschichte des NÖ Landesmuseums ist bald um ein wichtiges Datum reicher: Am Freitag, 15. September, um 9.30 Uhr findet die feierliche Grundsteinlegung für das neue Haus zwischen Festspielhaus, Niederösterreichring, Shedhalle und ORF-Landesstudio statt. Die Festrede hält Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Kulturreferent des Landes, Gedanken zum Projekt äußert Prof. Hans Hollein, der hier seinen ersten Museumsbau in Österreich realisiert, und nach der Grundsteinlegung ist ein Brunch in Verbindung mit Jazz angesagt, wobei auch der beste Most Niederösterreichs angeboten und mit Krautstrudel kombiniert werden kann.

Das NÖ Landesmuseum, 1911 durch Erzherzog Leopold Salvator in Vertretung des Kaisers im Palais Geymüller in der Wallnerstraße in Wien, der damaligen Landeshauptstadt Niederösterreichs, eröffnet, ist das jüngste der Landesmuseen. Alle anderen sowie auch die Nationalmuseen in den einzelnen Kronländern waren im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden. Nach Verkauf des Geymüller-Palais im Zuge der Trennung Niederösterreichs von Wien wurden die Sammlungen im Palais Clary-Aldringen in der Herrengasse 9 untergebracht, das 1922 vom Land erworben worden war. Hier bestand das Museum, das in Folge seiner Beengtheit viele seiner Sammlungen in Außenstellen in Niederösterreich auslagerte und dort im Rahmen heute noch bestehender exemplarischer Schausammlungen zeigt, im Wesentlichen bis zum Auszug der NÖ Landesverwaltung aus Wien. Mit dem Neubau in St.Pölten, der vom Landtag 1997 endgültig beschlossen wurde, ist eine völlige Neukonzeption und großzügige Erweiterung möglich geworden. Der Bau der Shedhalle im Kulturbezirk erfolgte schon als Vorleistung auf das Museum, da in der Halle große Ausstellungen des Landesmuseums gezeigt werden sollen. Als Gesamtkosten des neuen Museums werden 408 Millionen Schilling genannt. Nach der Fertigstellung Ende 2002 werden nicht nur jene Schaustücke der Öffentlichkeit präsentiert werden können, die derzeit in den Depots lagern, sondern das Museum wird sich auch durch neue methodische Ansätze und Bildungsinhalte auszeichnen.


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