08.08.2000 | 00:00

„musica sacra“ im Zeichen Johann Sebastian Bachs

Exemplarische Aufführungen von Hauptwerken

Johann Sebastian Bachs vielfältiges Werk gilt als Meilenstein in der Musikgeschichte und ist vielfach Ausgangspunkt der Entwicklung der Musik überhaupt. Trotzdem stellte sich im heurigen Bach-Jahr heraus, dass sich sein Werk einer breiten „Vermarktung“ sperrt, wie es eigentlich bei musikalischen „Jahresregenten“ üblich ist. Das traditionsreiche Festival „musica sacra“ mit Konzerten in den Kirchen von St.Pölten, Herzogenburg und Lilienfeld versucht aber dennoch, dem Werk Bachs inhaltlich gerecht zu werden und hat für seine heurige, vom 9. September bis 13. Oktober laufende Konzertserie einige Hauptwerke eingeplant.

Als eine der großartigsten Schöpfungen gilt Bachs „Matthäus-Passion“. Sie wird am 9. September um 9.30 Uhr im St.Pöltner Dom aufgeführt. Ausführende sind die Domkantorei St.Pölten, die capella nova (Graz) und „solamente naturali“ (Bratislava) sowie ein hochkarätiges Solistenensemble unter der Leitung von Otto Kargl.

Am 16. September gibt es im St.Pöltner Dom die „Bach-Nacht IV“, „Textinterventionen“ zu Chorälen des Bach‘schen Orgelbüchleins sowie Werke von Ligeti und anderen Komponisten.

Ernst Kreneks Komposition aus dem Jahr 1941 „Lamentatio Jeremiae Prophetae“ wird am 23. September ebenfalls im St.Pöltner Dom aufgeführt. Krenek selbst glaubte nicht an die Möglichkeit, das Zwölftonwerk zu realisieren, der RIAS-Kammerchor (Berlin) hat sich dieser Aufgabe aber schon mehrfach gestellt.

Die „Kreuzstabkantate“ und andere Werke Bachs werden am 1. Oktober in der Stiftskirche Herzogenburg durch die Akademie für Alte Musik (Berlin) aufgeführt.

Ein weiteres Konzert gibt es am 13. September im St.Pöltner Dom unter dem Titel „super B.A.C.H.“. Zu Gehör werden Kompositionen großer Komponisten von Max Reger bis Robert Schumann gebracht, die sich mit Bach auseinandersetzten. Zur Krönung gibt es Bachs monumentale „Passacaglia“, realisiert durch den Domorganisten Franz Danksagmüller.

Darüber hinaus gibt es noch einige Gottesdienste, in deren Verlauf ebenfalls Werke von Bach gespielt werden.

Nähere Auskünfte und Konzertkarten bei der St.Pöltner Kulturverwaltung, 02742/ 3332601, sowie bei der Diözese St.Pölten, 02742/324-345.


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