02.08.2000 | 00:00

Neue Bergbauernförderung bringt Vorteile

Berghöfekataster statt Zonen

Die Bergbauernförderung wird auf neue Beine gestellt: Statt der bisher geltenden Bergbauernzonierung tritt ab dem nächsten Jahr der neue Berghöfekataster in Kraft, mit dem gleichzeitig die Ausgleichszulagen neu konzipiert werden. „Das sind Meilensteine in der Agrarpolitik. Dieses System ist europaweit einzigartig, da es auf einzelbetrieblichen Datengrundlagen aufbaut und damit sehr objektiv ist“, betonte gestern der stellvertretende Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Franz Eßl, in Wien.

Ausschlaggebend für die Höhe der Ausgleichszulage sind u.a. das Ausmaß der ausgleichszulagefähigen Flächen, die Anzahl der Berghöfekataster-Punkte oder der Betriebstyp. In Niederösterreich liegen rund eine Million Hektar in benachteiligten Gebieten.

„Die neue Ausgleichszulage ab 2001 ist effizienter und den regionalen und betrieblichen Erfordernissen angepasst“, erläuterte Eßl. So gebe es einen Sockelbetrag und die viehhaltenden Betriebe würden besonders berücksichtigt. Ein Gebot der Stunde bleibe auch die Neukonzeption der Milchproduktion. Nur so könne die Zukunft der Berggebiete gesichert werden.

Das Bergbauerneinkommen ging im letzten Jahr um vier Prozent zurück. 1999 erwirtschaftete ein Bergbauer ein durchschnittliches Jahreseinkommen von rund 145.000 Schilling aus der Land- und Forstwirtschaft. Der überwiegende Teil der Bergbauern betreibt Vieh- und Milchproduktion.


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