01.08.2000 | 00:00

Golf und Natur

Naturschutzbund NÖ sieht Konflikte

Der Naturschutzbund Niederösterreich befürchtet aufgrund des boomenden Golfsports Nachteile für die Natur. „Wegen des großen Flächenbedarfs und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Arten- und Biotopschutz sowie den Wasserhaushalt sind Golfplätze durchaus kritisch zu betrachten“, meinte Univ.Prof. Dr. Roman Türk von der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg heute in Wien. Besonderer Kritikpunkt des Naturschutzes: In Niederösterreich gibt es bisher keine naturschutzbezogenen Vorschriften für den Bau von Golfplätzen. Das Land Niederösterreich sollte demnach entsprechende Vorschriften erlassen und eine Studie über die Auswirkungen von Golfplätzen auf die Natur in Auftrag geben. Das neue NÖ Naturschutzgesetz sieht eine Bewilligungspflicht für Golfplätze vor. Für Golfplätze in Natura 2000-Gebieten ist eine Naturverträglichkeitsprüfung vorgesehen.

Ein 18-Loch-Platz beansprucht durchschnittlich 50 bis 60 Hektar. Golfplätze, deren Anlagen großzügiger gestaltet sind, benötigen 80 Hektar. Niederösterreich liegt mit 28 Golfplätzen an der Spitze aller Bundesländer.

„Golfplätze können sich durchaus positiv auf die Landschaft auswirken, aber eben nur mit entsprechenden Auflagen“, betonte Mag. Barbara Grabner vom Naturschutzbund Niederösterreich. Optimal wäre es, Golfplätze auf stark genutzten Flächen anzulegen. Damit könnten neue Lebensräume geschaffen werden.


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