28.07.2000 | 00:00

NÖ Jugendstudie: Umweltbelastung größte Hypothek

Bessere schulische Ausbildung als noch eine Generation zuvor

Die neueste NÖ Jugendstudie, vom Jugendreferat der NÖ Landesregierung in Auftrag gegeben und vor rund vierzehn Tagen von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Meinungsforscher Dr. Erich Brunmayr der Presse vorgestellt, beschäftigt immer noch die Öffentlichkeit. Wie Direktor Alfred Kager vom NÖ Jugendreferat meint, wiegen Vor- und Nachteile aus der Sicht von 1.228 befragten Schülern und Lehrlingen einander auf.

Die besonderen Nachteile der 15- bis 19jährigen SchülerInnen sowie der Lehrlinge:

Die größte Hypothek, die Alte an Junge weitergeben, ist der Zustand der Umwelt. 83 Prozent der Befragten meinen, dass sie die Umweltsituation von den Alten als eine Hypothek übernommen haben.

Eindeutig belastend werden auch die Staatsfinanzen bzw. das Budget gesehen. 53 Prozent der befragten Jugendlichen, und hier besonders die Burschen gaben an, dass sie die Staatsfinanzen als Belastung übernehmen, also die derzeitige Elterngeneration im Bezug auf die Staatsfinanzen auf Kosten der Jungen lebt.

56 Prozent der Befragten meinen, dass die beruflichen Zukunftschancen heute viel schlechter zu sehen sind, als die Eltern sie vorfanden. 31 Prozent meinen hingegen, dass sie sich selbst in einer besseren Situation als ihre Eltern befinden.

50 Prozent der Jugendlichen sind der Überzeugung, dass ihre Eltern bei deren Altersvorsorge in einer besseren Situation sind.

Die Vorteile der Jugend, aus ihrer Sicht dargestellt:

88 Prozent sind der Meinung, in ihrer schulischen Ausbildung in einer besseren Lage als ihre Eltern zu sein. Das und das Engagement der LehrerInnen sind besonders positive Elemente im Leben der Jungen.

Drei Viertel der Jugendlichen sind überzeugt, dass die heutige Jugend in Bezug auf den privaten Wohlstand deutlich besser lebt als die Elterngeneration.

Knapp 70 Prozent glauben zudem, dass Kinder in einer besseren Art und Weise aufwachsen als dies noch vor einer Generation der Fall war.

Weitere positive Punkte bei der Generationenbilanz sind die Behandlung und Versorgung der Alten, das Leben der Jugendlichen in den Gemeinden, die soziale Sicherheit, die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und die familiäre Geborgenheit. Kagers Meinung zu den Ergebnissen der Studie: Eine ausgeglichene Generationenbilanz, zumindest in der subjektiven Wahrnehmung der 15- bis 19jährigen Schüler und Lehrlinge.


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