27.07.2000 | 00:00

Sommer-Kino(T)raum am Hauptplatz in Wiener Neustadt

13 Filme auf 12 mal 7 Metern und Digital Dolby-Surround

Das Kino lebt, und das besonders von Freitag, 18. August, bis Samstag, 26. August, auf dem Hauptplatz von Wiener Neustadt: Die ARGE Sommer-Kino(T)raum organisiert täglich ab 21 Uhr 13 Filmabende, wobei man sich schon ab 17 Uhr gastronomisch verwöhnen lassen kann. Die Filme sind auf einer Leinwand im Format 12 mal 7 Metern und mit Digital Dolby-Surround-Technik zu sehen. Insgesamt 360 Sitzplätze werden den Zuschauern angeboten. Von „Wiener Neustadt 1946“, einem Film, der die Zerstörungen der Stadt im Zweiten Weltkrieg zeigt, über „Der Bockerer“ mit Karl Merkatz und Alfred Böhm bis zu „Hinterholz 8“ mit Roland Düringer und „Lola rennt“ mit Franka Potente reicht die Palette. Das Gesamtbudget für das Open-Air-Kino beträgt 650.000 Schilling, das zum großen Teil vom Verein „Unternehmer für Wiener Neustadt“ aufgebracht wird.

Wiener Neustadt hat übrigens viele Erinnerungen an den Film, aus der alten und bis zur neuesten Zeit: Acht Jahre nach den Vorführungen der Brüder Lumière in Paris hielt der Film „Ali Baba und die 40 Räuber“ am 27. Oktober 1903 im Festsaal des Hotels „Goldener Hirsch“ und damit auch in Wiener Neustadt Einzug. Der „Wiener Neustädter Biograph“, das „Apollo-Kino“, „Atlantis“ und „Skala“, das „Josefstädter Volkskino“ und das „Elite“, das „Zentral“ und die neueste Errungenschaft, das „cine nova“ in der Stadionstraße, das am 14. April 1999 eröffnet wurde, sind nur einige Namen von Klang in jener Welt, die auch zur Bühne wurde. Die Wurzeln der bewegten Bildern aber stammen aus Theresienfeld bei Wiener Neustadt, wo 1811 Franz Ugaz – später: Freiherr Franz von Uchatius – geboren wurde. Der spätere Feldmarschallleutnant und Erfinder konstruierte 1845 ein Gerät, das zu einem Vorläufer der heutigen Kinoprojektoren wurde: Ein Projektionsgerät für eine Scheibe mit zwölf transparenten Bildern, eine Erfindung, die damals für Aufsehen sorgte.


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