27.07.2000 | 00:00

2 neue Beschäftigungsprojekte in Tulln und Gföhl

Prokop: 25 Jobs für Langzeitarbeitslose im Umwelt-/Naturschutz

In St.Pölten präsentierte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop zwei neue gemeinnützige Beschäftigungsprojekte im Bereich des Umwelt- bzw. Naturschutzes, die letztendlich 25 Transitarbeitsplätze für Langzeitarbeitslose bringen. Für das Projekt „Ökokreis Naturwerkstatt Rastbach“ zahlt das Land Niederösterreich in fünf Jahren für Investitionen 15,5 Millionen Schilling und für Personalkosten 5 Millionen Schilling. Für das Projekt „VISP (Verwertungs-Initiative Sperrmüll) Tulln“ stellt das Land in drei Jahren 2,4 Millionen Schilling für Investitionen sowie 3,3 Millionen Schilling für Personalkosten zur Verfügung. Insgesamt kommen damit beiden Vorhaben im Jahr durchschnittlich 6 Millionen Schilling zugute.

Für alle gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte zahle das Land heuer 28 Millionen Schilling und trage damit wesentlich zur Schaffung von 280 neuen Arbeitsplätzen bei. Insgesamt gebe das Land Niederösterreich für eine aktive Arbeitsmarktpolitik gegen Langzeitarbeitslosigkeit heuer 50 Millionen Schilling aus. Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt auch für Langzeitarbeitslose zeige, dass diese Ausgaben für die Betroffenen gut investiert seien, so Prokop.

AMS Niederösterreich-Landesgeschäftsführer Werner Homrighausen unterstrich die seit eineinhalb Jahren in Niederösterreich ständig steigende Zahl der Beschäftigten bei gleichzeitig sinkender Arbeitslosigkeit. Von den heuer im ersten Halbjahr 55.000 arbeitslos gewordenen Personen konnten mehr als 40.000 wieder vermittelt werden. Die Arbeitslosenquote ist unter 6 Prozent gesunken, die Zahl der Notstandshilfe-Bezieher konnte um 14 Prozent gesenkt werden. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die 1998 noch bei 6.000 lag, konnte mittlerweile bereits beinahe halbiert werden. Das AMS NÖ betreibt derzeit 36 Beschäftigungsprojekte mit insgesamt 800 Transitarbeitsplätzen für mehr als 1.700 langzeitarbeitslose Personen. Die Jahresförderungen dafür belaufen sich auf mehr als 250 Millionen Schilling.

Bei den beiden präsentierten Projekten handelt es sich zum einen um die „Naturwerkstatt Rastbach“ des Ökokreises Waldviertel, der bereits seit 1988 mit einer nahezu hundertprozentigen Vermittlungsquote Lehrgänge für Landschaftspflege abhält. In Rastbach bei Gföhl soll eine Anlage mit 400 alten Obstbäumen zu einem Landes-Sortengarten mit 1.000 verschiedenen alten Obstsorten ausgebaut werden. Bereits in der Startphase werden zehn Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose geschaffen, die bis 2006 auf 20 erhöht werden sollen.

In der Region Tulln, wo sich der Gemeindeverband für Abfallbeseitigung besonders der Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit verschrieben hat, soll in Grafenwörth mit Gesamtinvestitionen von rund 5 Millionen Schilling eine Werkstatt entstehen, wo sich die VISP der Reduzierung anfallender Sperrmüllmengen und der Schadstoff-Entfrachtung etwa im Bereich alter EDV-Geräte widmet. Mit zwei Schlüsselkräften sollen sieben Transitarbeitskräfte in zwei Jahren durch die Ersparnis an Deponiegebühren einen Kostendeckungsgrad von 40 Prozent erwirtschaften.


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