14.07.2000 | 00:00

LH Pröll besichtigte Erdbeben-Schäden im Epizentrum

„Glimpflicher Verlauf, rasche Hilfe erfolgt!“

Eine Zwischendecke fiel herab, Risse an den Wänden taten sich auf, der Verputz bröckelte: Ebreichsdorf war das Epizentrum des Erdbebens am 11. Juli und damit samt seinen Katastralgemeinden auch am stärksten betroffen. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll besichtigte heute Früh das Ausmaß der Schäden an öffentlichen Gebäuden und konnte erleichtert berichten: „Das Beben hier im Epizentrum ist glimpflich verlaufen. Es gibt an öffentlichen, aber auch an privaten Bauwerken Schäden, die Statik ist aber nicht betroffen, wie unsere Bausachverständigen festgestellt haben.“

Am stärksten betroffen ist die Musikschule in Weigelsdorf, eine Katastralgemeinde von Ebreichsdorf. Unter anderem fiel eine Zwischendecke herab. Weitere Schäden besichtigte Pröll in Unterwaltersdorf und in Ebreichsdorf selbst. Der Schaden an öffentlichen Gebäuden wird auf zwei bis drei Millionen Schilling geschätzt. Weiters liegen 30 Meldungen über private Schäden vor, die in den nächsten Tagen überprüft werden. „Für die öffentlichen Schäden wird, so ferne es sich um Schulen und Kindergärten handelt, der Schul- und Kindergartenfonds aufkommen. Bei anderen öffentlichen Gebäuden wird es zusätzliche Mittel aus den Bedarfszuweisungen geben. Den Privaten wird aus Mitteln des Katastrophenfonds geholfen. Diese Regelung gilt selbstverständlich auch für andere Gemeinden wie beispielsweise Trumau, wo es ebenfalls Schäden gab“, stellt Pröll fest.


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