10.07.2000 | 00:00

„NÖ Bauern sind flexibel, innovativ, zukunftsorientiert“

LH Pröll: Land steht auf der Seite der Landwirtschaft

„In der europäischen Landwirtschaft muss für die Kleinen ebenso Platz sein wie für die Großen. Neben dem Weltmarkt hat auch der lokale Bauernmarkt seinen Stellenwert, ja er wird bei den Konsumenten immer beliebter“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung „Forum Niederösterreich“. Vordringliche Aufgabe der Agrarpolitik sei es, die mittleren und kleinen Familienbetriebe – und damit einen lebendigen ländlichen Raum – abzusichern und zu erhalten. Die Chance liege dabei vor allem darin, Nischen zu besetzen, wie etwa Biolandwirtschaft, Alternativproduktionen und regionale Spezialitäten.

Die Auswirkungen der Agenda 2000 seien derzeit noch nicht zur Gänze absehbar. Es werde jedenfalls darauf zu achten sein, dass sinkende Erzeugerpreise zumindestens größtenteils ausgeglichen werden, so der Landeshauptmann. Als positives Signal wertete er die Genehmigung des österreichischen Programmes für die ländliche Entwicklung durch die EU: Bis 2006 werden 5,8 Milliarden Schilling von Brüssel in die ländlichen Gebiete Österreichs fliessen. Bund und Länder müssten selbstverständlich in gleicher Höhe mitfinanzieren. Allerdings werfe das Sparpaket des Bundes Schatten, Niederösterreich werde vehement darauf dringen, dass der Rotstift nicht gerade bei den zukunftsträchtigsten Initiativen wie der Qualitätsverbesserung angesetzt wird. Dass das Land auf der Seite der Bauern stehe, zeige das Agrarbudget 2001 mit einer Steigerung um 2,3 Prozent auf 1,55 Milliarden Schilling.

Ein „ganz grosses Lob“ spendete der Landeshauptmann den rund 100.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern, die in der Landwirtschaft tätig sind, gesunde Nahrungsmittel erzeugen, umweltfreundliche, erneuerbare Energie produzieren und vor allem auch die Landschaft pflegen: „Wenn’s den Bauern gut geht, geht’s auch dem Land gut!“ Niederösterreichs Landwirte hätten längst bewiesen, dass sie flexibel, innovativ und zukunftsorientiert sind. Große Bedeutung komme dabei den landwirtschaftlichen Fachschulen zu, die konsequent zu innovativen Zentren des ländlichen Raumes mit speziellen Schwerpunkten – wie Marketing oder Produktalternativen – ausgebaut werden.


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