09.06.2000 | 00:00

Versorgungskonzept für NÖ Tierheime steht

Bauer: Alle vier Landesviertel mit je einem modernen Tierheim

„Wir haben ein Modell entwickelt, das der Verantwortung den Tieren gegenüber voll nachkommt“, kündigte gestern Landeshauptmannstellvertreter Dr. Hannes Bauer im NÖ Landhaus in St.Pölten an. Bei diesem Versorgungskonzept entstehe in den vier Vierteln Niederösterreichs je ein modernes Tierheim oder das bestehende Gebäude werde durch Um- und Zubauten ergänzt, sodass verlässlich alle Aufgaben erfüllt werden können. Dazu kommt noch das Tierheim in Brunn am Gebirge für das Wiener Umland, bei dem sich die Kooperation mit dem Wiener Tierschutzverein anbietet. Bauer sieht das Konzept aber auch als „Dankeschön“ für den Einsatz aller ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Freizeit dem Tierschutz und dem Engagement in den Vereinen widmen. Er freue sich, dass Niederösterreich mit diesem Konzept eine Vorreiterrolle für ganz Österreich einnehme.

Bisher wurde Tierschutz allein von Vereinen betrieben und zum überwiegenden Teil auch von diesen finanziert. Künftig müssen freilich die Kontinuität und der Standard der Betreuung vernachlässigter Heimtiere gesichert sein. Und so sieht das Konzept aus: Das Land Niederösterreich stellt für die Tierheime und die Aufteilung der Versorgung auf fünf Gebiete – Waldviertel, Weinviertel, Industrieviertel und Mostviertel sowie Wien-Umland – einen Betrag von 100 Millionen Schilling zur Verfügung. Bauer dankte hier auch ausdrücklich Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka für die Einigung. Im Waldviertel ist am Standort Krems ein Neubau erforderlich, der noch heuer begonnen werden soll. Im Weinviertel ist der Standort noch offen, man denkt aber etwa an Langenzersdorf. Im Industrieviertel muss das Tierheim Wiener Neustadt umgebaut und adaptiert werden, ebenso jenes am Standort St.Pölten für das Mostviertel. Der Standort Brunn am Gebirge mit dem Wiener Tierschutzverein bietet sich für die Bezirke Wien-Umgebung und Bruck an der Leitha an. Der Rechtsträger für das jeweilige Tierheim soll die Standortgemeinde oder ein Gemeindeverband des Versorgungsbereiches sein. Als Betreiber dienen die bisherigen Tierschutzvereine. Pro Tierheim und Jahr wird eine Summe von 2,4 Millionen Schilling erforderlich sein. Von 10 Millionen Betriebskosten aller niederösterreichischen Heime wird das Land aus Tierschutzmitteln 2 Millionen Schilling pro Jahr übernehmen. Den Rest von 8 Millionen Schilling sollen wie bisher die Vereine aufbringen. Als Konzept für Tierheime sieht Bauer die Bildung einer Fachkommission aus Architekt, Bausachverständiger und Experten aus der Tierhaltung, dem Veterinärwesen und dem Tierschutzverband vor. Diese Kommission soll dann die Verhandlungen mit der Gemeinde, mit den Verbänden und den Tierschutzvereinen aufnehmen. Dann werden die Finanzierungspläne erstellt. Zuletzt folgen die Verträge mit den Rechtsträgern und die Auftragsvergabe.


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