08.06.2000 | 00:00

Planungen für Donaubrücke Traismauer laufen auf Hochtouren

Bis August soll Trassenentscheidung vorliegen

Im Zuge der geplanten Errichtung einer Donaubrücke bei Traismauer mit Anschluss an die S 33 wurde eine weitere mögliche Trassenvariante in das Planungskonzept aufgenommen. Damit stehen nun fünf Trassenvarianten mit vier möglichen Brückenstandorten (Donauquerungen) zur Auswahl, die in den nächsten Monaten in einem fachübergreifenden Vergleich (Umweltauswirkungen, Lärmbelästigung, Kosten etc.) auf ihre Möglichkeiten der Realisierung untersucht werden. Anhand der Beurteilung und des Vergleiches sollen Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Trassenvarianten herausgearbeitet und darauf aufbauend eine Entscheidung getroffen werden. Bei der Auswahl der Variante ist auch zu berücksichtigen, dass nahezu alle möglichen Trassenvarianten nördlich und südlich der Donau durch Gebiete laufen, die als Natura 2000-Gebiet unter Schutz gestellt werden sollen. Bis Ende August soll nun die Trassenentscheidung fallen. Die Experten des NÖ Straßendienstes (Abteilung Brückenbau) rechnen nach dem derzeitigen Stand der Planungen mit dem Abschluss des UVP-Verfahrens bis Herbst 2003, Baubeginn soll schließlich Ende 2004 sein.

Die Donaubrücke Traismauer mit Anschluss an die S 33 wird im Zuge des etappenweisen Ausbaues der Donau Straße B 304 errichtet und soll vor allem eine attraktivere und leistungsfähigere Verkehrsverbindung aus dem Raum nördlich von Wien nach St.Pölten und zur Westautobahn sicherstellen. Wie technisch und auch finanziell aufwendig dieses Projekt ist, zeigt die Tatsache, dass nicht nur die Donau mit einer 350 Meter langen Brücke überspannt wird, sondern auch eine rund 480 Meter lange Vorlandbrücke am nördlichen Donauufer errichtet werden muss. Man rechnet damit, dass das Projekt – je nach Variante – inklusive der Verbindungsstraßen mindestens 700 bis 800 Millionen Schilling kostet.


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