26.05.2000 | 00:00

„10 Jahre offene Grenze“

Waldviertel Akademie stellt Broschüre vor

Nach 10 Jahren Grenzöffnung legt die Waldviertel Akademie, eine der treibenden Kräfte bei Bemühungen um Völkerverständigung, eine Dokumentation zum Thema „10 Jahre offene Grenze“ vor, die aus der gleichnamigen Wanderausstellung entstand. Diese Ausstellung hatte viele Stationen in österreichischen Städten durchlaufen, Symposien hatten sich mit dem Thema „Grenze und Nachbarschaft“ beschäftigt.

Die Broschüre versucht eine Art Bestandsaufnahme. Zunächst wird die Wanderausstellung „10 Jahre offene Grenze“ der Waldviertel Akademie von den Initiatoren dieser Schau vorgestellt. In der Folge wird ein Rückblick auf das einstige Leben am Eisernen Vorhang geboten, das von der völligen Absperrung und dem Niemandsland gekennzeichnet war. Ein kurzer Blick auf die historische Szene wird geboten, als der damalige Außenminister Dr. Mock gemeinsam mit dem Tschechischen Außenminister Jiri Dienstbier bei Laa an der Thaya symbolisch den Stacheldraht durchschnitt. Weitere Kapitel sind der Rückkehr zur Normalität, verbunden mit einer darauffolgenden Ernüchterung und der Errichtung der „Wohlstands-Schengen-Grenze“ gewidmet. Wie sich Tschechen und Österreicher selbst sehen, wird ebenso behandelt wie die verhärteten Positionen zur Vertreibung der Deutschen. Lesen kann man über gemeinsame Schulprojekte, über Sportbeziehungen über die Grenze hinweg, wissenschaftliche und kulturelle Begegnungen sowie über grenzüberschreitenden Fremdenverkehr. Der Arbeitsmarkt und Strukturprobleme werden ebenfalls behandelt.

Die Broschüre ist bei der Waldviertel Akademie, Telefon 02842/53737, erhältlich.


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