23.05.2000 | 00:00

Beschäftigung für langzeitarbeitslose Frauen im Waldviertel

Prokop: Betreuung im Verein fördert Berufseinstieg

„In den letzten Jahren ging die Industrieproduktion im nördlichen Waldviertel um 22 Prozent zurück. Hauptsächlich davon betroffen waren Branchen mit hohem Frauenanteil in der Textil- und Elektrobranche“, erläuterte heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Voriges Jahr im Herbst seien 62 Prozent der vorgemerkten Arbeitslosen im Bezirk Gmünd Frauen gewesen, zwei Drittel davon schwer vermittelbar. Prokop: „Wir bemühen uns daher ständig, schwer vermittelbare und langzeitarbeitslose Menschen zu unterstützen. Im Waldviertel wurde schon vor mehr als zehn Jahren der Verein Grenzland-Produkte-Kreis gegründet, der versucht, diese Menschen mit gezielten Maßnahmen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“ Der Verein ist spezialisiert auf die Veredelung ökologisch angebauter landwirtschaftlicher Produkte, auf hochwertige Lebensmittel und die Zusammenarbeit mit ökologisch orientierten Betrieben. Die Betreuung im Verein umfasst beispielsweise Trainings in Ausdauer und Konzentration, zielorientiertes Arbeiten, Bildungsprogramme, Betriebspraktika, Bewerbungen, eine psychische und physische Stabilisierung und auch eine Nachbetreuung. Zielgruppe sind Frauen ab 25 bis 50 Jahren, sie werden maximal ein Jahr im Verein geschult.

Dieses Beschäftigungsprojekt kostet heuer über 7 Millionen Schilling, das Land stellt aus Mitteln der Arbeitnehmerförderung 920.000 Schilling bereit, das Arbeitsmarktservice Niederösterreich 4,7 Millionen Schilling und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit 50.000 Schilling.


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