19.05.2000 | 00:00

Atomalarmübung in Laa an der Thaya

Blochberger: Enge Zusammenarbeit mit tschechischen Stellen

Am kommenden Freitag, 26. Mai, findet in Laa an der Thaya eine großangelegte Katastrophenschutzübung des Landes Niederösterreich statt. Diese Übung wird gemeinsam mit Tschechien, vor allem mit dem Kernkraftwerk Dukovany, dem regionalen Krisenzentrum Brünn, der Landeswarnzentrale Niederösterreich, der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, der Stadt Laa an der Thaya und Teilen des Katastrophenhilfsdienstes des Bezirkes Mistelbach und der wissenschaftlichen Unterstützung des Forschungszentrums Seibersdorf durchgeführt.

Geprobt wird der Ernstfall unter der Annahme, dass in einem Reaktorblock des Kernkraftwerkes Dukovany im Primärkreislauf ein Leck entsteht bei gleichzeitiger Störung der Pumpensysteme. Aufgrund des Notfallplanes wird im Kernkraftwerk vom diensthabenden Techniker das Krisenzentrum des Werkes aktiviert. Der angenommene Austritt einer radioaktiven grenzüberschreitenden Wolke macht Dekontaminierungsmaßnahmen in Niederösterreich notwendig. In Laa wird daher eine Deko-Stelle eingerichtet. Von tschechischer Seite wird eine Delegation die Deko-Stelle in Laa besichtigen.

Landesrat Franz Blochberger weist auf die Wichtigkeit eines funktionierenden Informationsaustausches hin: „Wir proben die intensive Zusammenarbeit mit tschechischen Stellen. Es geht um die Überprüfung interner tschechischer Informationswege, externer Informationswege im Rahmen des Informationsabkommens sowie die direkte Verständigung des regionalen Krisenzentrums Brünn und von dort direkt zur Landeswarnzentrale Niederösterreich. Unser Ziel ist es, die bilaterale Zusammenarbeit zu optimieren.“

Der Störfall in Dukovany wird für 2 Uhr angenommen. Die Landeswarnzentrale wird verständigt, erste Maßnahmen werden in Laa bereits um 7 Uhr gesetzt. Übungsbeginn in der Deko-Stelle ist 11.30 Uhr, Übungsende ist 15 Uhr. Im Stadtamt Laa wird ein Informationszentrum eingerichtet.


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