29.06.2007 | 18:10

Ein künftiges Landesmuseum präsentiert verborgene Schätze

Meister-Gemälde des 19. und 20. Jh. in der Kunsthalle Krems

Eine Erinnerung daran, dass es einen riesigen Fundus an bedeutenden Gemälden des 19. und 20. Jahrhunderts im öffentlichen Besitz Niederösterreichs gibt, war längst überfällig: Am kommenden Samstag, 20. Mai, eröffnet Kunst-Staatssekretär Franz Morak gemeinsam mit Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Ausstellung „Waldmüller.Schiele.Rainer – Meisterwerke des NÖ Landesmuseums vom Biedermeier bis zur Gegenwart“ in der Kunsthalle Krems. Sie wird bis 1. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr zugänglich sein.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Sammlungen der Institution NÖ Landesmuseum, die als Gebäude vor einigen Jahren in Wien geschlossen wurde und die nunmehr im St.Pöltner Kulturbezirk ein neues und nach fachlich modernst konzipierten Richtlinien eingerichtetes Haus erhalten wird. Mit der Planung ist Architekt Hans Hollein beschäftigt, der damit seinen ersten Museumsbau in Österreich realisiert. Der Spatenstich findet noch heuer statt, die Fertigstellung soll im Jahr 2002 erfolgen.

Die räumlich beengten Verhältnisse der früheren Museumsgebäude in Wien (Palais Geymüller, Palais Clary-Aldringen) hatten eine umfassende Darstellung des Themas „Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts“ unmöglich gemacht. Die Ausstellung in der Kremser Kunsthalle vereint erstmals alle Spitzenwerke in einer Schau und gibt gleichzeitig einen Vorgeschmack auf die künftige Präsentation im Hollein-Bau. Zusammengetragen wurden diese Bestände allerdings erst nach 1945, da die Schwerpunkte vorher eher im heimat- und naturkundlichen Bereich sowie bei der Archäologie der Ur- und Frühgeschichte lagen. Aus der Raumnot und aus der weiträumigen Struktur des Landes ergab sich überdies, dass mehrere Außenstellen des Landes zu speziellen Themen entstanden waren.

Die Gemäldesammlung mit kostbaren Bildern von Gauermann, Waldmüller, Neder, Wisinger-Florian, Schindler, Hörmann, Schiele, Kokoschka, Boeckl und anderen wurde in ihren wesentlichen Teilen in den ersten drei Jahrzehnten nach Kriegsende durch Univ.Prof. Dr. Rupert Feuchtmüller sowie durch Peter Weninger aufgebaut, die die Gunst des Marktes in diesen Jahren nutzten. Die neueren Werke sind Ergebnis der heutigen Ankaufspolitik des Landes. Vor Jahren hatten auch Pläne bestanden, im Schloss Fridau eine Landes-Gemäldegalerie einzurichten, doch kam dieses Projekt nicht zur Ausführung. Im neuen Landesmuseum wird die Bildende Kunst ihren entsprechenden Platz finden.


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