29.06.2007 | 18:10

Kremser Hafen wird um 70 Millionen ausgebaut

Gute Entwicklung im ersten Quartal

Im Kremser Hafen wird kräftig investiert. 70 Millionen Schilling fließen derzeit in den weiteren Ausbau. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten, die von der EU, dem Land Niederösterreich, dem Bund und der Stadt Krems finanziert werden, abgeschlossen sein.

Am Nordufer errichtet die Kremser Hafenindustriebahn (HIB) für den landseitigen Umschlag zwei neue Gleisanlagen. Güter, die mit der Bahn anrollen, können dann per Lkw an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Durch die Errichtung eines Container-Lagerplatzes wird es außerdem möglich, Container zu sammeln und dann per Bahn weiter zu transportieren. „Den landseitigen Umschlag haben wir auch bisher im Hafen abgewickelt, in letzter Zeit ist es allerdings etwas eng geworden“, erklärt HIB-Geschäftsführer Mag. Gottfried Weber. Dies bestätigen die Rekordzahlen aus dem ersten Quartal. 244.000 Tonnen wurden mit der Bahn transportiert, im Vergleichzeitraum 1999 waren es 228.000 Tonnen.

Einen großen Vorteil sieht Weber in der „Trimodalität“ des Kremser Hafens: „Firmen bietet sich hier die Möglichkeit, den kostengünstigen Wasserweg zu nutzen und dann für den Transport zum Zielort zwischen Zug oder Lkw zu wählen.“ Für den Hafen, dessen Eigentümer die Stadt Krems ist und der von der Firma Mierka Donauhafen Krems betrieben wird, ergibt sich daraus eine besondere Wirtschaftlichkeit. Die technischen Anlagen und das Personal können optimal eingesetzt werden. „Natürlich hätte man den Container-Lagerplatz auch woanders errichten können, der Betrieb würde aber nicht so effizient ablaufen wie am Hafen.“

Der wasserseitige Umschlag ist seit der Jugoslawien-Krise zurückgegangen. 1999 wurden rund 500.000 Tonnen Güter bewegt, im Rekordjahr 1998 waren es 588.000 Tonnen. Dennoch wird von Experten ein Transportanstieg auf dem Wasserweg erwartet. Um Firmen den umweltfreundlichen und zugleich kostengünstigen Transport auf der Donau verstärkt anbieten zu können, wird eine neue Kaimauer errichtet. Nach deren Fertigstellung können im Jahr 900 Schiffe abgefertigt werden.

Schon Ende Mai soll die neue Schwerlastbrücke über die HIB-Gleise befahrbar sein. Dann ist es möglich, Schwertransporte ohne zusätzliche statische Überprüfungen zum Container-Kran am Nordkai durchzuführen.

Rückfragen: Doris Denk, Telefon 02732/801-222 oder 223.


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