02.05.2016 | 08:50

Denkmalschutz als wichtiger Faktor für Wirtschaft und Tourismus

LH Pröll: Jährlich fünf Millionen Euro für Erhaltung der Kulturgüter

Erstmals in der gesamten Zweiten Republik konnte man im Vorjahr die Marke von rund 600.000 unselbstständig Beschäftigten erreichen, dazu wurde ein Exportvolumen von über 20 Milliarden Euro erzielt, und erstmals hat die niederösterreichische Wirtschaftsleistung die 50 Milliarden Euro-Marke überschritten. Dazu konnte im Vorjahr auch ein neuer Rekord bei den Nächtigungszahlen erzielt werden: So wurden 2015 rund 6,8 Millionen Nächtigungen verzeichnet. Der Erfolgskurs wird auch 2016 fortgesetzt: Für das laufende Jahr sagen die Prognosen für Niederösterreich ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent voraus, der österreichweite Wert liegt bei 1,5 Prozent.

Auch die Denkmalpflege ist ein wichtiger Faktor für Wirtschaft, Tourismus und Arbeitsmarkt. So betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag im Zuge der Radiosendung „Forum Niederösterreich": „Niederösterreich stellt pro Jahr rund fünf Millionen Euro für die Erhaltung unserer Kulturgüter zur Verfügung. Damit sichern wir rund 500 Arbeitsplätze, und damit lösen wir rund 25 Millionen Euro an Investitionen aus. Diese Fakten zeigen ganz klar, dass die Denkmalpflege auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in allen Regionen unseres Landes ist. Denn von diesen Investitionen profitieren vor allem die örtlichen Betriebe und die regionalen Unternehmen."

Ein gutes Beispiel dafür ist die Restaurierung der Basilika Sonntagberg. Die erste Etappe der Arbeiten wird mit der Eröffnung der Schatzkammer am 22. Mai ihren Abschluss finden. Insgesamt werden in zehn Etappen 4,5 Millionen Euro in die Sanierung der Basilika Sonntagberg investiert werden. Neben dem Land Niederösterreich, der Diözese St. Pölten, dem Bundeskanzleramt und dem Bundesdenkmalamt sowie der Pfarre Sonntagberg sind auch die Gemeinde Sonntagberg und das Stift Seitenstetten im Kuratorium vertreten.

Abt Mag. Petrus Pilsinger: „Nachdem im Vorjahr schon die Neugestaltung des Altarraumes durchgeführt werden konnte, wurde heuer der Vorplatz vor der Kirche neu gestaltet und im Inneren die Schatzkammer neu gestaltet und die Objekte restauriert. Als nächste Etappe findet in den nächsten drei Jahren die Außenrenovierung der Basilika statt."

Diözesanbischof DDr. Klaus Küng sagte über die spirituelle Bedeutung des Sonntagbergs: „Der Sonntagberg hat nicht nur für das Mostviertel, sondern für das ganze Land eine wirklich besondere Bedeutung." Die Wallfahrtskirche sei „tief verwurzelt im Volk, viele Menschen pilgern dorthin", so der Bischof.

„Diese Wallfahrtskirche hat eine ganz besondere Bedeutung für den christlichen Glauben im Land, denn diese Basilika ist ein Ort der Einkehr, ein Ort der Besinnung und ein Ort des Gebets, und in unserer raschlebigen Zeit ist es sehr wichtig, diese Werte hoch zu halten", so Landeshauptmann Pröll im Zuge der Radiosendung. „Natürlich haben wir auch die Verantwortung, dieses große kulturelle Erbe für die kommenden Generationen zu erhalten", so Pröll. Darüber hinaus seien Kulturgüter wie die Basilika Sonntagberg auch „wesentliche Impulsgeber für den Tourismus in Niederösterreich", betonte er weiters: „Denn der Sonntagberg ist nicht nur ein ganz besonderer Wallfahrtsort, er ist vor allem auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Gäste aus Nah und Fern."


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