03.12.2015 | 16:46

ecoplus lud zur Fachtagung „Radtourismus in Niederösterreich"

Bohuslav: Wollen noch mehr Ausflugstouristen anlocken

Im Rahmen der Fachtagung „Radtourismus in Niederösterreich" wurden kürzlich aktuelle Marktentwicklungen, Trends wie der E-Bike-Boom, neueste technische Entwicklungen (z.B. Fahrrad-Navigationsgeräte) sowie erfolgreiche radtouristische Projekte präsentiert. Mehr als 50 fachkundige Gäste aus den niederösterreichischen Tourismusdestinationen und Gemeinden sowie von regionalen touristischen Vereinen und Unternehmen, vorrangig aus Niederösterreich, aber auch aus den anderen Bundesländern, der Schweiz, Deutschland, Belgien und Tschechien waren der Einladung von ecoplus gefolgt und nützten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

„Das Land Niederösterreich unterstützt mit der Wirtschaftsagentur ecoplus Infrastrukturprojekte von der Beratung über die Förderung bis zur Kofinanzierung mit Mitteln der EU. Im Rahmen des Regionalförderprogramms wird auch für die Radtourismusentwicklung ein maßgeschneidertes Dienstleistungsportfolio - von Beratungsprojekten bis zur Infrastrukturförderung - geboten, welches nachhaltig Wertschöpfung generiert und Arbeitsplätze in den Regionen sichert. Außerdem ist der Radtourismus ein wichtiger Bestandteil unserer Tourismusstrategie 2020, die unter anderem zum Ziel hat, die Nächtigungszahl auf 7,2 Millionen zu steigern und die Wertschöpfung im Ausflugstourismus von 980 Millionen um 100 Millionen Euro zu erhöhen. Insofern liegt uns die Weiterentwicklung des ohnehin bereits gut etablierten Radtourismus in Niederösterreich sehr am Herzen", so Dr. Petra Bohuslav, Tourismus- und Sport-Landesrätin.

„Mit dieser Fachtagung wollten wir zahlreiche neue Themen und Trends rund um das Radfahren ansprechen, umfassend darüber informieren und ‚best practice‘-Beispiele aus Österreich sowie den benachbarten Ländern präsentieren. Zudem soll eine Plattform geschaffen werden, die Touristik-Fachleute, Reiseanbieter, Sportartikelhändler, fahrradfreundliche Nächtigungsbetriebe und Destinationen miteinander vernetzt, wodurch neue Impulse, Ideen und Kooperationen entstehen können, die vor allem als Entwicklungsimpulse für die Tourismusorganisationen dienen sollen", erklärt ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki den Grundgedanken der Radtourismus-Fachtagung.

Mag. Christian Weinberger, Radtourismusexperte bei ecoplus, legte zu Beginn der Tagung den Status-Quo im niederösterreichischen Radtourismus dar. In ihrem Fachvortrag präsentierten Christian Schrefel von der Radlobby Österreich mit Kooperationspartner Mag. Dietmar Kepplinger vom Marktforschungsinstitut Kondeor die Ergebnisse der aktuellen Radfahrerbefragung Niederösterreich 2015. Zur Stärkung und Weiterentwicklung des Radtourismus präsentierte DI Julia Beckel (Radlobby Österreich) Kriterien für Qualitätsradrouten, während Österreichs Radkoordinator DI Martin Eder (Ministerium für ein lebenswertes Österreich) über die Förderung regionaler Radverkehrskonzepte im ländlichen Raum aus dem Programm „klimaaktiv" informierte. Lukas Stadtherr (Stiftung SchweizMobil) sowie Dr. Hugo Götsch (Koordinator des BA Tourismus-, Sport- und Eventmanagement an der Freien Universität Bozen) berichteten über ihre Erfolgsmodelle. Als heimisches Beispiel diente der Drauradweg, über den Mag. Claudia Tscherne (Weitblick Beratung & Marketing) vor allem in Hinblick auf die Erfolge und Herausforderungen für die Gastwirte entlang dieser Radroute referierte.

Mag. Ernst Miglbauer (Invent GmbH) berichtete über Trends und Marktentwicklungen im Radtourismus ehe Mag. (FH) Edgar Ginzler (Rad & Reisen GmbH) seine Erkenntnisse für Österreich als Zielland internationaler Gäste aus Sicht eines Radreiseveranstalters schilderte. Über weitere Trends berichteten Ing. Martin Ochsenhofer (Reisebüro Fox Tours GmbH) sowie Thomas Froitzheim (ADFC-Bundesfachausschuss & Naviso-Outdoornavigation) aus dem deutschen Erftstadt. Ersterer präsentierte am Fallbeispiel Südburgenland den E-Bike-Boom, während sich der deutsche Experte dem Smart Biking bzw. dem Navigieren ins neue Radzeitalter widmete.

Am Ende der Fachtagung erhielten erstmals drei niederösterreichische Projekte für ihre herausragenden Leistungen im Radtourismus von der Radlobby Österreich die Auszeichnung „Radreise Award 2015". In der Kategorie „Onlinemedien" wurde der Marchfeldkanal-Radweg ausgezeichnet, die Kategorie „Preis der Jury" gewann „Radeln für Kids" der Niederösterreich-Werbung GmbH und der Traisental-Radweg war der Sieger in der Kategorie „Printmedien".  

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Christoph Fuchs, Telefon 02742/9005-12322, e-mail c.fuchs@noel.gv.at, bzw. Wirtschaftsagentur ecoplus, Michaela Horsky, Telefon 02742/9000-19660, e-mail m.horsky@ecoplus.at, http://www.ecoplus.at/.

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