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06.11.2015 | 15:47

NÖ Landesausstellung 2017: Spatenstich für Restaurierungsarbeiten am Schloss Pöggstall

LH Pröll: „Schloss hat prägenden Charakter für die Gemeinde und hinausgehend in die ganze Region"

Spatenstich für Restaurierungsarbeiten am Schloss Pöggstall: Kurt Farasin, Leiter der NÖ Landesausstellung, Vizebürgermeister DI Anton Eder, Landtagsabgeordneter Karl Moser, Bürgermeisterin Margit Straßhofer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Landeskonservator Dr. Hermann Fuchsberger, Generalplaner Ing. Stefan Wedl und der geschäftsführende Gemeinderat Gottfried Röster. (v.l.n.r.)
Spatenstich für Restaurierungsarbeiten am Schloss Pöggstall: Kurt Farasin, Leiter der NÖ Landesausstellung, Vizebürgermeister DI Anton Eder, Landtagsabgeordneter Karl Moser, Bürgermeisterin Margit Straßhofer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Landeskonservator Dr. Hermann Fuchsberger, Generalplaner Ing. Stefan Wedl und der geschäftsführende Gemeinderat Gottfried Röster. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die im südlichen Waldviertel geplante Niederösterreichische Landesausstellung 2017 findet im Schloss Pöggstall statt. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll führte heute, Freitag, mit dem Leiter der Landesausstellung, Kurt Farasin, der Bürgermeisterin der Gemeinde Pöggstall, Margit Straßhofer, und Landeskonservator Dr. Hermann Fuchsberger den Spatenstich für diese durch. Damit wurde der Startschuss für die baulichen Maßnahmen der Niederösterreichischen Landesausstellung 2017 gegeben.

Landeshauptmann Pröll bedankte sich bei der Bevölkerung für das zahlreiche Kommen zu diesem Festakt: „Das ist der Beweis dafür, dass die Entscheidung, mit der Landesausstellung hierherzukommen, ein guter Schritt gewesen ist." „Vor wenigen Tagen haben wir das Ende der Landesausstellung des heurigen Jahres gefeiert", betonte Pröll, dass diese mit mehr als 280.000 Besucherinnen und Besuchern und 30 Millionen an Wertschöpfung in der Region ganz erfolgreich geworden sei. Damit habe man „aus einem kulturpolitischen Ereignis ein regionalpolitisches Ereignis werden lassen" und „eine gute Grundlage für die wirtschaftliche Zukunft der Region" gelegt.

„Eine Landesausstellung geht zu Ende, die kommende ist schon im Lauf", das zeige, wie punktgenau man im Bundesland Niederösterreich arbeite, so Pröll, der betonte: „Mit diesem Spatenstich beginnt die Intensivphase." Mit dieser Landesausstellung wolle man eine „intensive Darstellung der wunderschönen Eigenheiten dieser Region weit über das Land hinaus" erreichen. So könne die Region mit einem ganz besonderen Faktum aufwarten, und zwar mit den meisten Sonnenstunden, das habe auch der heutige Tag bewiesen. „Diese Region ist eine Genussregion", das müsse man möglichst vielen Menschen klarmachen. Es sei „unglaublich viel an Ressourcen in der Region vorhanden", so Pröll.

Weiters betonte der Landeshauptmann die „Verantwortung, das kulturelle Erbe für die nächsten Generationen weiter zu pflegen": „Das Schloss ist einer der intensivsten Zeugen dafür, was die Generationen vor uns in der Lage waren, zu leisten. Es ist jahrhundertealt und hat prägenden Charakter für die Gemeinde und hinausgehend in die ganze Region". Rund 9 Millionen Euro würden in die Renovierungsarbeiten mit den Infrastrukturmaßnahmen investiert werden, so Pröll. Er bedankte sich für die bisherige Arbeit in der Region und dafür, dass mit „so viel Empathie und Emotion" zusammengearbeitet werde und sprach die Bitte aus, „diese Landesausstellung ins Herz zu nehmen und mit voller Kraft dafür zu arbeiten". Er hielt außerdem fest: „Die Niederösterreichische Landesausstellungen sind mittlerweile ein Markenzeichen, die auch in anderen Bundesländern und auf internationaler Ebene anerkannt sind."

Bürgermeisterin Straßhofer sprach von „einem besonderen Moment und Tag". Es sei die Bestätigung dafür, dass man die Chance der NÖ Landesausstellung erkannt und genutzt habe. Das kulturelle Erbe Schloss Pöggstall sei eine Herausforderung, durch die Unterstützung des Landes könne man viel zurückgeben. Die Landesausstellung 2017 solle „Initialzündung und Motor für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der Region" werden, so Straßhofer. Es sei der Zeitpunkt gekommen, die Gemeinde jetzt noch attraktiver zu machen. „Das Schloss wird als Begegnungsherz fungieren", so Straßhofer, die sich beim Landeshauptmann und dem Team der Landesausstellung für „das kooperative Zusammenwirken" bedankte.

Landeskonservator Fuchsberger sagte, dass sich die Mitwirkenden bereits sehr intensiv mit dem Projekt auseinandergesetzt hätten. „Dieses Projekt wird sicher, wenn es fertig ist, überregional von Bedeutung sein", so Fuchsberger.

Die baulichen Vorbereitungsarbeiten für die NÖ Landesausstellung 2017 sind bereits voll angelaufen. Ursprünglich als Wasserburg errichtet, stammt der Kern des Schlosses Pöggstall aus dem 13. Jahrhundert. Unter der Herrschaft von Kaspar von Roggendorf Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Schloss ausgebaut. Mit seinem Innenhof und den Arkaden mit Elementen der Renaissance zählt es heute zu einem bedeutenden Kulturjuwel.

Im Vorfeld erfolgte in intensiver Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt unter der Federführung von Landeskonservator Fuchsberger eine Bestandsaufnahme und Befundung des Schlosses. Die Voruntersuchungen führten zu einzigartigen Neuentdeckungen: Eine original erhaltene holzvertäfelte gotische Stube sowie eine vermauerte gotische Halle kamen zum Vorschein.

Selbst das markante Erscheinungsbild, die 500 Jahre alte Fassade, wird mit neuesten Konservierungsverfahren erhalten und restauriert. Rund um das Areal wird die Wallanlage, das sogenannte Schanzl, wieder mit dem Schloss in Verbindung gebracht. Eine Besonderheit ist des Weiteren die Einmaligkeit der Lage des Schlosses in der Ortsmitte der Marktgemeinde Pöggstall. Durch die Neugestaltung des Hauptplatzes wird das Schloss noch stärker in den Ortskern einbezogen.

Die Besucher der NÖ Landesausstellung 2017 erwartet mit dem südlichen Waldviertel eine einmalige Region mit einem vielfältigen Landschaftsbild. Die Landesschau findet von März bis November 2017 im Schloss Pöggstall statt.

Nähere Informationen: Niederösterreichische Landesausstellungen, Klaus Kerstinger, Telefon 02742/90 80 46-652, e-mail klaus.kerstinger@schallaburg.at.

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