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04.11.2015 | 08:43

LH Pröll: Landesausstellung 2015 verzeichnete 280.648 Besucher

Rund 40 Millionen Euro Gesamtumsatz in Ausstellungsregion

Zogen Bilanz über die Landesausstellung: Bürgermeisterin Christine Dünwald aus Scheibbs, Bürgermeisterin Petra Zeh aus Annaberg, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bürgermeisterin Waltraud Stöckl aus St. Anton und Bürgermeister Franz Größbacher aus Frankenfels (v.l.n.r.)
Zogen Bilanz über die Landesausstellung: Bürgermeisterin Christine Dünwald aus Scheibbs, Bürgermeisterin Petra Zeh aus Annaberg, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bürgermeisterin Waltraud Stöckl aus St. Anton und Bürgermeister Franz Größbacher aus Frankenfels (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

280.648 Besucherinnen und Besucher an 192 Ausstellungstagen, rund 30 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung, rund 40 Millionen Euro Gesamtumsatz in der Ausstellungsregion und eine Nächtigungssteigerung von rund 15 Prozent: so lauten einige Kennzahlen der Bilanz zur NÖ Landesausstellung 2015, die gestern, Dienstag, von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge einer Pressekonferenz in Wienerbruck präsentiert wurde.

Schon jetzt sei das Kulturjahr 2015 ein „äußerst erfolgreiches", verwies der Landeshauptmann auf rund 1,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern bei verschiedensten kulturellen Veranstaltungen in Niederösterreich und nannte als Beispiele u. a. das Theaterfest, Grafenegg oder auch die Kunstmeile Krems. Der Verlauf der Landesausstellung „ÖTSCHER:REICH. Die Alpen und wir" mache „besondere Freude", so Pröll: „280.648 Besucherinnen und Besucher entsprechen einem Schnitt von 1.460 Besucherinnen und Besuchern pro Tag."

Die Ausstellung habe auch „enorme wirtschaftliche Impulse" gebracht, betonte Pröll weiters. Rund 20 Millionen Euro seien in die Infrastruktur investiert worden, etwa in die Sanierung des Töpperschlosses oder auch in das Naturparkzentrum Wienerbruck. Eine erste Analyse zeige einen Gesamtumsatz von 40 Millionen Euro in der Ausstellungsregion, so Pröll: „Rund 50 Prozent der Partnerbetriebe hatten Umsatzsteigerungen, rund 30 Prozent haben Arbeitskräfte eingestellt." Mit einer zusätzlichen regionalen Wertschöpfung in der Höhe von rund 30 Millionen Euro habe man „das Ziel nicht nur erreicht, sondern übererfüllt", so Pröll.

Die Landesausstellung sei für die Region auch eine „Tourismuslokomotive" gewesen, sprach der Landeshauptmann auch die touristischen Effekte an: „Im Vergleich zu 2014 ist im Schnitt ein Nächtigungsplus von 15 Prozent zu verzeichnen gewesen. In Mitterbach gab es eine Steigerung von 35 Prozent, in Annaberg von 25 Prozent und in Rabenstein von 19 Prozent." Mit der Landesausstellung habe man daher „eine wichtige Grundlage für die weitere touristische Entwicklung gelegt", zeigte sich Pröll überzeugt: „Der Bekanntheitsgrad der Region hat sich gesteigert und es ist gelungen, neue Gästeschichten anzusprechen."

„Die Region geht gestärkt aus dieser Ausstellungstätigkeit hervor", nannte der Landeshauptmann einen weiteren Aspekt: „Diese Ausstellung hat dazu geführt, dass die Region zusammengerückt ist." Die gesamte Region solle daher „diesen Erfolg auch in Zukunft fortschreiben", so Pröll. Die „ÖTSCHER:REICH"-Deklaration, die gestern im Anschluss an die Pressekonferenz unterzeichnet wurde, sei dabei nicht nur „etwas einzigartiges", sondern auch ein „Schulterschluss für die gesamte Region".  Man wolle dadurch „nicht nur am Papier zusammenrücken, sondern auch in der Arbeit und in der Tat", betonte er und resümierte: „Die Region hat die Chance Landesausstellung genutzt. Es hat sich eine enorme wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung gezeigt und eine langfristige nachhaltige Nutzung liegt vor uns."

„Es ist eine ganz außergewöhnliche Ausstellung geworden", sagte der Leiter der NÖ Landesausstellungen, Kurt Farasin. Ein Netzwerk von über 600 Menschen habe sich hier in der Region gemeinsam eingebracht und es sei „eine Kulturveranstaltung ersten Ranges" geworden. „Viele Puzzle-Steine wurden zu etwas Gesamten", so Farasin, der über Besucherinnen und Besucher aus Süddeutschland, der Schweiz und den österreichischen Bundesländern berichten konnte. Mit der „ÖTSCHER:REICH"-Deklaration wolle man nun über Bezirks- und Gemeindegrenzen hinweg eine „gemeinsame, eigenständige, dezentrale" Entwicklung anstreben, erläuterte er.

„Diese Landesausstellung soll dauerhaft wirken und eine nachhaltige Regionalentwicklung in der Region anstoßen", betonte der Alpenforscher Werner Bätzing im Zuge des Pressegespräches. Diese Intention mache diese Ausstellung zu „etwas Besonderem im Vergleich zu anderen Ausstellungen, die wir in Europa erleben", so Bätzing, der betonte: „Diese Landesausstellung ist ein Vorbild für langfristige, nachhaltige Regionalentwicklung."

Die NÖ Landesausstellung 2015 fand vom 25. April bis 1. November statt und trug den Title „ÖTSCHER:REICH. Die Alpen und wir". Ausgetragen wurde sie an den Ausstellungsorten Neubruck und Frankenfels-Laubenbachmühle sowie im neuen Naturparkzentrum Ötscher-Basis in Wienerbruck.

Die gestern unterzeichnete „ÖTSCHER:REICH"-Deklaration verfolgt das Ziel, das vielfältige Leben in den Alpen mit den für sie spezifischen Ansätzen modernen Wirtschaftens und Lebens in der globalen Entwicklung zu bewahren. Mit der Unterzeichnung dieser Deklaration erklären die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der „ÖTSCHER:REICH"-Gemeinden, die LEADER Regionen Mostviertel-Mitte und Eisenstraße Niederösterreich, der Naturpark Ötscher-Tormäuer sowie die Neubruck Immobilien GesmbH und die Partnerregion Mariazellerland ihren Willen, die Entwicklung der Region zu einem dauerhaften und lebenswerten Wirtschafts- und Wohnraum voranzutreiben.

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