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10.03.2015 | 13:11

LH Pröll: „Wissenschaft ist Motor für Wirtschaft und Impulsgeber für Arbeitsmarkt"

Programm für Forschung, Technologie und Innovation präsentiert

Präsentierten das \"FTI-Programm Niederösterreich\":  KommR Veit Schmid-Schmidsfelden, Univ.Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Univ.Prof. DI Dr. Peter Skalicky (v. l. n. r.)
Präsentierten das \"FTI-Programm Niederösterreich\": KommR Veit Schmid-Schmidsfelden, Univ.Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Univ.Prof. DI Dr. Peter Skalicky (v. l. n. r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Rund 600 Millionen Euro habe das Land Niederösterreich in den vergangenen Jahren in Wissenschaft und Forschung investiert und bis zum Jahr 2020 seien seitens des Landes weitere 500 Millionen Euro für diesen Bereich vorgesehen, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Dienstag, im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten. Gemeinsam mit Univ.Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim, Univ.Prof. DI Dr. Peter Skalicky und KommR Veit Schmid-Schmidsfelden präsentierte der Landeshauptmann das neue „Forschungs-, Technologie- und Innovationsprogramm Niederösterreich" (FTI-Programm).

Rund 450 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft haben an diesem Programm gearbeitet, das in einem ersten Schritt 25 Projekte aus zehn Themenfeldern vorsieht, so Pröll: „Das Land Niederösterreich stellt dafür 40 Millionen Euro zur Verfügung, damit werden rund 220 Millionen Euro an Effekten ausgelöst." Das FTI-Programm umfasse drei Stoßrichtungen: Natur-Kultur-Lebensqualität, Ernährung-Medizin-Gesundheit sowie Technologie-Produktivität-Wohlstand.

„Wir sind sicher, dass wir mit einer entsprechenden Wissenschaftspolitik auch den Wirtschaftsstandort absichern können, denn Wissenschaft und Forschung sind der Motor für die Wirtschaft. So lösen Wissenschaft und Forschung jährlich rund eine Milliarde Euro an direkten und indirekten Ausgaben aus", so der Landeshauptmann, der die Wissenschaft „auch als Impulsgeber für den Arbeitsmarkt" sieht. So würden jährlich in Niederösterreich rund 11.500 Arbeitsplätze durch die Wissenschaft gesichert oder geschaffen: „Durch den wissenschaftlichen Betrieb, durch Konsumeffekte der Beschäftigten oder durch Bauinvestitionen". Darüber hinaus könne man durch die Wissenschaft auch „die kommenden Generationen absichern", so Pröll: „Wir wollen Talente im Land fordern und fördern." Derzeit gebe es rund 6.000 Beschäftigte in diesem Bereich in Niederösterreich, dazu kämen rund 19.000 Studierende, informierte er.

Dass die Wissenschaftspolitik auch „auf breitester Ebene von der Bevölkerung mitgetragen" werde, zeige eine aktuelle Umfrage, hielt der Landeshauptmann fest: „93 Prozent sind an der Wissenschaft interessiert, für 82 Prozent macht Wissenschaft das Leben angenehmer und 81 Prozent sehen Wissenschafts-Förderung als wichtige Aufgabe für die Landespolitik."

Die Arbeit im Lenkungskreis zur Erstellung des FTI-Programmes sei eine „sehr interdisziplinäre" gewesen, sagte Dr. Erika Jensen-Jarolim. Die zehn Themenfelder des Programmes zeigten „ein sehr hohes Potenzial in Hinsicht auf Innovation", betonte sie: „Wir wollen hin zu einer Innovationskultur."

„Innovation ist das Zauberwort des 21. Jahrhunderts", meinte DI Dr. Peter Skalicky. Innovation passiere aber nur dort, „wo die zuständige Infrastruktur existiert", betonte er, und darum nehme die FTI-Strategie auf Struktur, Kapazitäten und Infrastruktur im Bundesland Bezug.

Es brauche Schwerpunktsetzungen und „eine verknüpfte Wertschöpfungskette", sagte KommR Veit Schmid-Schmidsfelden: „Wir brauchen Grundlagenforschung, wir brauchen die angewandte Forschung, wir brauchen die Wirtschaft, um Ideen in Produkte umzusetzen, und wir brauchen Ausbildung."

Die zehn Themenfelder des „FTI-Programmes NÖ" sind: Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, Sammlungen Niederösterreich, Ökosysteme und Ökosystemdienstleistungen, Wasser, Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie, Nachhaltige Landbewirtschaftung und Produktionsoptimierung, Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, Medizintechnik und medizinische Biotechnologie, Materialien und Oberflächen sowie Fertigungs- und Automatisierungstechnik. Beispiele für priorisierte Projekte sind etwa die „Koordinationsstelle Netzwerk Biodiversität", das Thema „Bauen mit Holz im mehrgeschossigen Wohnbau", das Projekt „Additive Manufacturing", das „Christian Doppler-Labor für Innovative Therapieansätze in der Sepsis" oder auch das Comet-K2-Zentrum für Tribologie.

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