03.11.2014 | 10:47

NÖ Naturschutzpreis verliehen

LR Pernkopf: „Niederösterreich ist das Naturland Nummer eins"

Verleihung des NÖ Naturschutzpreises: Bürgermeister Mag. Heribert Donnerbauer, Jury-Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Bernd Lötsch, Preisträgerin Dipl.-Päd. Sonja Ziegler (Direktorin Volksschule Hardegg-Pleissing), Naturschutz-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ, und DI Ludwig Schleritzko, Direktor des Nationalparks Thayatal. (v.l.n.r.)
Verleihung des NÖ Naturschutzpreises: Bürgermeister Mag. Heribert Donnerbauer, Jury-Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Bernd Lötsch, Preisträgerin Dipl.-Päd. Sonja Ziegler (Direktorin Volksschule Hardegg-Pleissing), Naturschutz-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ, und DI Ludwig Schleritzko, Direktor des Nationalparks Thayatal. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Eine intakte Natur ist die Lebensgrundlage des Menschen: reine Luft zum Atmen, sauberes Wasser zum Trinken und gute nährstoffreiche Böden zur Pflanzung von Nahrungsmitteln sind nur ein Teil der zahlreichen Leistungen, die die Natur für den Menschen erbringt. Deshalb ist es wichtig, gut auf Umwelt und Natur Acht zu geben und sie entsprechend zu schützen. „Niederösterreich ist das Naturland Nummer eins. Um es zu erhalten und zu schützen, braucht es viele helfende Hände. Ohne das große Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer wäre dies kaum möglich. Heute möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um mich bei den zahlreichen Naturschützerinnen und Naturschützern für ihre unbezahlbare Arbeit zu bedanken", so Naturschutz-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf bei der feierlichen Verleihung des NÖ Naturschutzpreises in St. Pölten. Vergeben wird dieser in besonderem Gedenken an Josef Schöffel, der im Jahr 1870 die Abholzung des Wienerwaldes verhindert und die Bevölkerung für das Thema Naturschutz sensibilisiert hat. 

Aus fast 50 Einreichungen wählte eine Fachjury unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Bernd Lötsch die zehn besten Projekte und Initiativen aus. Lötsch zeigte sich erfreut, dass sich so viele Menschen für den Schutz der Natur einsetzen: „Als ich vor 30 Jahren zunächst mit ein paar Hundert ‚Widerständlern‘ Arm in Arm verflochten gegen die Rodung der Hainburger Au kämpfte, glaubten wir nicht an einen Sieg, wollten aber ein Zeichen setzen. Am nächsten Tag waren wir Tausende. Manche bezweifeln, ob so etwas heute noch möglich wäre. Die Naturschutzpreis-Einreichungen machen Mut. Viele davon sind in ihrer Art Pionierleistungen, manche still, andere eher publikumswirksam. Aber alle geben uns die freudige Gewissheit, dass Opferbereitschaft und ökologischer Idealismus nicht aussterben."

Zu den Preisträgern zählt die Marktgemeinde Langenzersdorf mit ihrem Projektpartner GLOBAL 2000. Gemeinsam sensibilisieren sie die Bevölkerung mit ihrem Projekt „Naturschutz (er)leben - Wildbienen schützen" und dem Wildbienen-Wanderweg am Bisamberg für die biologische Vielfalt Niederösterreichs. Preisträger Manfred Eckenfellner aus Feuersbrunn hingegen hat durch sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement einen wesentlichen Beitrag zur Wiederansiedlung des Wiedehopfs am Wagram geleistet. Der Verein „Die Rauchkogler" wurde für seine vorbildliche Arbeit bei der Pflege von wertvollen Trockenrasenflächen und alten Weingärten rund um den Rauchkogel bei Maria Enzersdorf mit dem NÖ Naturschutzpreis belohnt.

Weitere Preisträger sind Prof. Dr. Reinhold Christian, der es schafft, wissenschaftliche Arbeit sowie Vortrags- und Publikationstätigkeit mit der konkreten Umsetzung von Projekten in der Praxis zu verbinden, und Direktorin Dipl.-Päd. Sonja Ziegler, dank der die Aktion „Der Nationalpark geht zur Schule" in der Volksschule Hardegg-Pleissing gelebt wird und sich die Kinder für das Thema Natur begeistern. Auch der vorbildliche Hobbybotaniker Prof. Rupert Stingl erhielt für seinen unermüdlichen Einsatz für Schutz und Verbesserung der Umwelt in der Gemeinde Bad Vöslau den NÖ Naturschutzpreis. Die älteste Ortsgruppe der NÖ Berg- und Naturwacht ist jene in Gloggnitz, welche heuer ihr 50-jähriges Bestehen feiert und für ihre Naturschutzarbeit ebenfalls mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Hofrat Dr. Erich Czwiertnia war der erste Abteilungsleiter für Naturschutz des Landes Niederösterreich und hat sein gesamtes Leben diesem wichtigen Thema gewidmet. Er erhielt ebenfalls den begehrten Preis für sein Lebenswerk und als Dank für sein jahrelanges Engagement.

Zusätzlich wurden noch zwei Sonderpreise Natura-2000 vergeben. „Im europaweiten Schutzgebietsnetzwerk Natura-2000 kommt Niederösterreich für zahlreiche Lebensräume und Arten eine besondere Verantwortung zu. Mit der Verdoppelung der Großtrappen-Population, der Wiederansiedelung des Habichtskauzes und dem Nachweis der Anwesenheit von Wildkatzen sind bereits große Erfolge erzielt worden. Mit dem Sonderpreis sollen besondere Bemühungen um unser gemeinsames europäisches Naturerbe gewürdigt werden", so Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. Die beiden Preisträger des Sonderpreises Natura-2000 sind Wolfgang Schweighofer aus Artstetten, der sich der floristischen und faunistischen Kartierung im Natura-2000-Gebiet Strudengau-Nibelungengau widmet, und Mag. Hannes Seehofer aus Furth bei Göttweig, der sich seit mehr als 20 Jahren beruflich wie privat mit außergewöhnlichem Einsatz für die Erhaltung wertvoller Biotopflächen im Raum St. Pölten, Krems, Wachau, an der Pielach und im Waldviertel einsetzt.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-13322, e-mail j.maier@noel.gv.at bzw. Energie- und Umweltagentur NÖ, Mag. (FH) Christine Sitter-Penz, Telefon 02742/219 19-137, e-mail christine.sitter-penz@enu.at, http://www.enu.at/, http://www.naturland-noe.at/.

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