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01.10.2014 | 13:45

Jane Goodall besuchte Forschungsstation Haidlhof in Bad Vöslau

LH Pröll: Große Auszeichnung für das Bundesland NÖ

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit der weltbekannten Schimpansenforscherin Jane Goodall.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit der weltbekannten Schimpansenforscherin Jane Goodall.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an presse@noel.gv.at.

Die weltbekannte Schimpansenforscherin Jane Goodall besuchte heute, Mittwoch, im Rahmen ihres Österreich-Aufenthaltes die Forschungsstation Haidlhof in Bad Vöslau. Begleitet wurde sie dabei von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Vizekanzler und Wissenschaftsminister Dr. Reinhold MItterlehner, Rektorin Dr .Sonja Hammerschmid, Rektor Dr. Heinz Engl sowie den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern der Forschungsstation.

Der Besuch der berühmten Wissenschafterin sei „eine große Auszeichnung für das Bundesland Niederösterreich", betonte Landeshauptmann Pröll im Zuge einer Pressekonferenz in Haidlhof. Das Bundesland Niederösterreich habe in den vergangenen Jahren rund 600 Millionen Euro in die Entwicklung der Forschungsinfrastruktur investiert, so Pröll. Dadurch habe man zum einen eine „Wissenschaftsachse quer durch das Land" gelegt, die sich von Krems über Tulln und Klosterneuburg bis nach Wiener Neustadt erstrecke. Zum anderen habe man auch die dezentralen Forschungsstätten intensiv gefördert, verwies der Landeshauptmann etwa auf das Conrad-Observatorium in Muggendorf, das Wolf Science Center in Ernstbrunn oder den Wasser-Cluster in Lunz.

„Wir wollen Niederösterreich zur Heimat der Talente und zum Land der Patente machen", hielt Pröll fest. Das habe auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, auf die Zukunftsträchtigkeit des Standortes und auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit, betonte er.

Der Besuch von Jane Goodall sei eine Bestätigung „für den Weg, den Österreich in der Forschung geht", sagte Vizekanzler Mitterlehner. Man sei stolz darauf, dass man hier in Haidlhof „hervorragende Top-Leute" habe, das Ministerium wolle diese „mit entsprechenden Rahmenbedingungen unterstützen".

„Durch den starken internationalen wissenschaftlichen Austausch wird die österreichische Tradition der Verhaltensforschung am Haidlhof auf hohem Niveau weitergeführt. Zudem ist die Anlage auch ein Beispiel für gelebte Kooperation zwischen Disziplinen und Standorten", so Mitterlehner. Im Rahmen der letzten Kooperationsausschreibung der Hochschulraumstrukturmittel 2013 haben die Universität Wien und die Veterinärmedizinische Universität für das Projekt „Verbesserung der Infrastruktur der Forschungsstation Haidlhof" den Zuschlag von 1,26 Millionen Euro erhalten.

Sie freue sich sehr, „heute hier zu sein und die Forschung hier zu sehen", sagte Jane Goodall, die mit ihren Entdeckungen zum Schimpansenverhalten das Verständnis von Mensch und Tier revolutionierte, in ihrer Stellungnahme. Sie sei „über viele Jahre in der ganzen Welt unterwegs" gewesen und habe im Jahr 1960 mit ihren Forschungen begonnen. Die bekannte Wissenschafterin weiters: „Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Feldforschung von damals auch Einfluss auf die Forschung am Menschen hatte." Durch die Arbeit mit den Schimpansen habe man „auch sehr viel über die menschliche Evolution gelernt", denn die Forschung an den Menschenaffen habe auch dazu beigetragen, „das menschliche Verhalten besser zu verstehen", meinte Goodall.

Die Forschungsstation Haidlhof ist das Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Universität Wien. Wissenschafter aus Europa, Amerika, Asien und Australien erforschen am Haidlhof die Intelligenz und das soziale Verhalten von Bergpapageien, Raben und seit kurzem auch jenes von Freilandschweinen. Die inhaltliche Federführung der Forschungsaktivitäten liegt bei drei anerkannten Biologen. Die interdisziplinären Teams um Ludwig Huber (Vetmeduni Vienna, Messerli Forschungsinstitut), Thomas Bugnyar und ERC-Preisträger Tecumseh Fitch (beide Dept. Kognitionsbiologie, Universität Wien) arbeiten hauptsächlich mit Vögeln wie etwa den neuseeländischen Bergpapageien (Keas) und den heimischen Kolkraben. Den Forschern stehen dafür weitläufige Volieren und ein Bioakustiklabor zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit stehen sozio-kognitive Fähigkeiten der Vögel. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen dabei, wie die Tiere voneinander lernen, Probleme lösen, wie sie kooperieren und kommunizieren.

 

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Besuch der Forschungsstation Haidlhof: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Rektorin Dr. Sonja Hammerschmid, Jane Goodall und Vizekanzler Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner (v.l.n.r.)
Besuch der Forschungsstation Haidlhof: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Rektorin Dr. Sonja Hammerschmid, Jane Goodall und Vizekanzler Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner (v.l.n.r.)© NÖ Landespressedienst/ReinbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an presse@noel.gv.at.

Besuch der Forschungsstation Haidlhof: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Rektorin Dr. Sonja Hammerschmid, Jane Goodall und Vizekanzler Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner (v.l.n.r.)

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