14.07.2014 | 08:58

Barocke Kirche in Gutenbrunn-Heiligenkreuz wurde restauriert

Für Landtagspräsident Hans Penz „Heimat der Seele, Rastplatz der Besinnung und Kunstwerk"

Landtagspräsident Hans Penz, Abt Matthäus Nimmervoll und Pfarrer Johannes Schörgmayer vor dem Altar.
Landtagspräsident Hans Penz, Abt Matthäus Nimmervoll und Pfarrer Johannes Schörgmayer vor dem Altar.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Wallfahrtskirche Gutenbrunn-Heiligenkreuz erstrahlt in neuem Glanz. Mit einem Festgottesdienst und der Altarweihe durch Matthäus Nimmervoll, Abt des Stiftes Lilienfeld, wurde gestern, Sonntag, 13. Juli, der Abschluss der Außen- und Innenrenovierung des Barockjuwels gefeiert.

Im Zuge der Generalsanierung der Kirche, die wenige Kilometer östlich von Herzogenburg im niederösterreichischen Zentralraum liegt, wurde zunächst das Dach erneuert, die Außenmauern drainagiert und die Fresken des berühmten Barockmalers Franz Anton Maulbertsch saniert. Die Restaurierung der Fassade an der Süd- und Nordseite wurde im Jahr 2011 in Angriff genommen. Es folgte die Restaurierung der Ostfassade inklusive Eingangsbereich und der Natursteinelemente. Abschließend wurden im Innenraum der Kirche der Boden teilweise erneuert, das Presbyterium neu gestaltet und das Mauerwerk trockengelegt, um die historische Bausubstanz vor Schaden zu bewahren.

Landtagspräsident Hans Penz, Vorsitzender des Fördervereins zur Sanierung und Erhaltung der Wallfahrtskirche, würdigte die gemeinsame Arbeit aller Beteiligten bei diesem Vorhaben und dankte den Spenderinnen und Spendern sowie den vielen freiwilligen Helfern. „Alle einte das gemeinsame Anliegen, die Kirche mit Rücksicht und Respekt vor dem, was da ist, zu sanieren: vor der vorhandenen Architektur, vor den prägenden Kunstwerken und Ausstattungsgegenständen, vor dem überlieferten Erbe und vor dem, was und wie hier gefeiert wird", so der Landtagspräsident. „Heimat der Seele, Rastplatz der Besinnung und Kunstwerk" - diese drei Ansprüche erfülle die Wallfahrtskirche Gutenbrunn-Heiligenkreuz auf großartige Weise, sagte Penz. „In der Kirche kommt auch zur Sprache, was die Menschen wirklich bewegt: Frieden und Mitmenschlichkeit, Hoffnung und Zuversicht, aber auch Trauer, Leid und Verzweiflung."

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro und wurden von Diözese, Land Niederösterreich, Bund und Förderverein sowie zahlreichen Spendern und freiwilligen Helfern aufgebracht. Dem Förderverein gehören kirchliche Würdenträger und Vertreter der Pfarrgemeinde ebenso an wie Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Medien und öffentlichem Leben.

Die Kirche Gutenbrunn-Heiligenkreuz wurde in den Jahren 1755 bis 1758 im Auftrag vom damaligen Weihbischof und Generalvikar von Wien, Franz Anton Marxer, erbaut, und zwar durch den Hildebrandt-Schüler Johann Ohmeyer. In Erinnerung an seine Geburt in Heilig-Kreuz bei Tisis (nahe Feldkich) nannte er den Ort Heiligenkreuz. In den Jahren nach der Errichtung der Kirche entwickelte sich Gutenbrunn-Heiligenkreuz zu einem Wallfahrtsort - mit bis zu 6.000 Pilgern pro Tag.

Herzstück der Kirche sind die Fresken von Franz Anton Maulbertsch, einem der berühmtesten Freskenmaler des Barock. Kunsthistorisch überaus bedeutend ist auch der Hochaltar von Ferdinand von Hetzendorf, dem Schöpfer der Wiener Gloriette.

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