11.07.2014 | 00:05

Neues Flussbett für die Traisen geschaffen

LR Pernkopf: „Europaweites Vorzeigeprojekt"

Übergabe des ersten Bauabschnittes an den Wasserlauf: Bürgermeister Hermann Kühtreiber (Zwentendorf), Werksgruppenleiter Heinz Allmer (Verbund Hydro Power GmbH), Geschäftsführer Michael Amerer (Verbund Hydro Power GmbH), Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und  Landesfischereimeister Karl Gravogel. (v.l.n.r.)
Übergabe des ersten Bauabschnittes an den Wasserlauf: Bürgermeister Hermann Kühtreiber (Zwentendorf), Werksgruppenleiter Heinz Allmer (Verbund Hydro Power GmbH), Geschäftsführer Michael Amerer (Verbund Hydro Power GmbH), Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Landesfischereimeister Karl Gravogel. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Traisen verläuft derzeit in einem regulierten Flussbett, das dem Fluss keine Möglichkeit zur Entfaltung lässt. Bis 2019 soll dies geändert werden und der Traisen ein neuer Flusslauf mit vielfältigen Aulandschaften wiedergegeben werden. Der erste Bauabschnitt, ein etwa zwei Kilometer langer, geschwungener Abschnitt der neuen Traisen, wurde nun von Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Michael Amerer, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH, dem Wasserlauf übergeben. „Das Naturland Niederösterreich kann stolz auf dieses europaweite Vorzeigeprojekt sein. Natur und Menschen profitieren hier gleichermaßen von einer vielfältigen Aulandschaft, die dem Fluss wieder mehr Raum gibt und so im Hochwasserfall auch Wassermassen zurückhält", so Landesrat Pernkopf. 

„Wir sind stolz auf den sichtbaren Fortschritt des Projektes, mit dem wir der Traisen ihren ursprünglichen Charakter wiedergeben", so Amerer. „Insgesamt werden hier ca. 26,5 Millionen Euro in eine einzigartige ökologische Aufwertung investiert und wir freuen uns, dass uns Partner aus der EU, dem Bund und dem Land Niederösterreich dabei unterstützen." Den Hauptteil der Kosten trägt der Verbund. Die EU fördert das Projekt zu wesentlichen Teilen aus Mitteln der „LIFE+"-Förderung. Die restlichen Kosten werden vom NÖ Fischereiverband, vom Landschaftsfonds Niederösterreich, von der „via donau" und der Bundeswasserbauverwaltung NÖ getragen.

Die neue Traisen und ihre Auzonen werden nach Plänen der Ökologie-Experten schrittweise hergestellt. Im Projekt werden auch Landlebensräume wie beispielsweise  Halb-Trockenrasen mit einmaligem Orchideen-Vorkommen verbessert und Au-Weiher angelegt. Der für den Bau ausgehobene Kies wird per Lkw zur Donau und von dort umweltschonend mit dem Schiff abtransportiert. Ein Großteil der Kiesmengen wird unterhalb von Wien der Donau zurückgegeben, um die Eintiefung zu bekämpfen. Für die Verkehrssicherheit wurde der Donau-Radweg umgeleitet und verläuft nun ungestört durch Niederösterreichs ersten Fahrrad-Tunnel.

Ziel des „LIFE+"-Traisen-Projektes ist die Herstellung eines vielfältigen Flussabschnitts und einer Aulandschaft, die in Zukunft sich selbst und dem Kreislauf der Natur überlassen werden kann. Auf 9,4 Kilometern Länge wird die Traisen nahe dem Donaukraftwerk Altenwörth komplett neu gestaltet. Bis 2019 werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-13324, e-mail lr.pernkopf@noel.gv.at.

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