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17.06.2014 | 07:22

Ringturmverhüllung im Zeichen zweier Jubiläen

LH Pröll: „Bekenntnis zum Miteinander und zur Gemeinsamkeit"

Eröffnung der Ringturmverhüllung: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Abtprimas Propst Bernhard Backovsky, Bundesminister Dr. Josef Ostermayer, Prof. Arnulf Rainer, Landeshauptmann Dr. Michael Häupl, Bürgermeister von Wien, Margit Fischer und Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. (v.l.n.r.)
Eröffnung der Ringturmverhüllung: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Abtprimas Propst Bernhard Backovsky, Bundesminister Dr. Josef Ostermayer, Prof. Arnulf Rainer, Landeshauptmann Dr. Michael Häupl, Bürgermeister von Wien, Margit Fischer und Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Das Stift Klosterneuburg und der Wiener Städtische Versicherungsverein sind seit langem in Partnerschaft verbunden. Anlässlich der heurigen Jubiläen 900 Jahre Stift Klosterneuburg und 190 Jahre Wiener Städtische Versicherungsverein wurde mit der Ringturmverhüllung in Wien von Prof. Arnulf Rainer ein Kunstwerk geschaffen, das die Verbindung dieser beiden Institutionen sichtbar macht. Eröffnet wurde die Verhüllung des Ringturms heute, Montag, im Beisein von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann Dr. Michael Häupl, Bürgermeister von Wien, Bundesminister Dr. Josef Ostermayer, Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, Abtprimas Propst Bernhard Backovsky und Margit Fischer.

Landeshauptmann Pröll bedankte sich für die Einladung, der er aufgrund der beiden Jubiläen sehr gerne nachgekommen sei. Es scheine, als ob man es mit einem Widerspruch zu tun hätte, da Verhüllung bedeute, etwas zu verstecken, hier sei aber durch die Kunstaktion das Gegenteil der Fall. Diese Kunstaktion sei „zweifelsohne symbolhaft". Sie sei „Bekenntnis zu einer sehr wechselvollen Geschichte". „Gerade das Stift Klosterneuburg hat für uns im Land Niederösterreich eine besondere Bedeutung, da es die Landesidentität dokumentiert", so der Landeshauptmann. Diese gebe „am Weg nach vorne Orientierung". Pröll hielt fest, dass wir die Aufgabe hätten, „das Erbe so zu hegen und zu pflegen, um es an die kommenden Generationen weiterzugeben".

Die Kunstaktion sei auch ein „Bekenntnis zur künstlerischen Entfaltung", so Pröll. „Sie ist ein Zeichen für Kunst im öffentlichen Raum, sie ist ein Zeichen für Kraft und Wirkungsvermögen der Kunst und für Freiheit und Kühnheit der Kunst", so der Landeshauptmann. Er betonte, dass er stolz sei mit Prof. Arnulf Rainer eine solch „faszinierende Künstlerpersönlichkeit" im Land Niederösterreich zu haben. Die Kunstaktion sei auch ein „Bekenntnis zum Miteinander und zur Gemeinsamkeit", so Pröll. Sie zeige das „Miteinander zwischen dem Stift Klosterneuburg und dem Wiener Städtischen Versicherungsverein und zwischen Wien und Niederösterreich".

Landeshauptmann Häupl begann seine Festrede mit einem Dank an den Wiener Städtischen Versicherungsverein: Es sei nicht selbstverständlich, dass die Kunstaktion hier jedes Jahr zu „einer außerordentlich großen Wertschätzung, nicht nur der Wienerinnen und Wiener, sondern auch der ausländischen Gäste, führe. „Kunst und Kultur hat in dieser Stadt eine große Tradition", so Häupl. Kunst solle „zur Diskussion und zur Auseinandersetzung anregen". Die Kunstaktion bezeichnete der Landeshauptmann als „Zeichen der Kooperation und Zusammenarbeit".

Vorstandsdirektor Geyer berichtete, dass der Wiener Städtische Versicherungsverein 1824 als „Wechselseitige k.k. priv. Brandschaden-Versicherungs-Anstalt" gegründet wurde. Aus dieser sei der Wiener Städtische Versicherungsverein und in späterer Folge die Wiener Städtische Versicherung bzw. die Vienna Insurance Group hervorgegangen. Zu den Gründungsvätern zählte der damalige Propst des Stiftes Klosterneuburg, Gaudenz Dunkler. Geyer sei glücklich, einen der namhaftesten Künstler dafür gewonnen zu haben, die „Verbindung zwischen dem Stift und unserem Haus" sichtbar zu machen. Er bezeichnete die Ringturmverhüllung als „größtes Kunstwerk im öffentlichen Raum" und, dass diese im 60. Jahr des Bestehens des Ringturms etwas Besonderes sei.

Auch in schwerer Zeit sei der Wiener Städtische Versicherungsverein „zum gegebenen Wort gestanden", so Abtprimas Backovsky. „In schlechten Zeiten ein guter Freund, der ist gesucht", zitierte er ein Sprichwort, dankte dem Wiener Städtischen Versicherungsverein für diese Treue und wünsche mit dem Kunstwerk, dass es zu einem „Aufschauen in unserer so schnelllebigen Zeit" komme.

Als Leitmotiv der diesjährigen Ringturmverhüllung wurde der Gründungsmythos des Stifts, die sogenannte Schleierlegende rund um den Hl. Leopold und seine Gattin Agnes, aufgegriffen. Dieser zufolge wurde am 12. Juni 1114 der Grundstein zur Stiftskirche gelegt, nachdem Markgraf Leopold III. von Österreich, der später heiliggesprochene Landespatron, den Wunsch geäußert hatte, dass das von ihm gestiftete Kloster ein würdiges Gotteshaus erhält. Mit der großzügigen Bestiftung und der Monumentalität der Stiftskirche, die damals alle Kirchen des Landes übertraf, legte er den Grundstein zu einem religiösen, sozialen und kulturellen Zentrum. Die Wahl des Standorts geht auf die Schleierlegende zurück.

Begleitend zur Ringturmverhüllung findet dieses Jahr zum ersten Mal eine Ausstellung statt. Die Ausstellung „Schleier der Agnes" ist von 17. Juni bis 11. Juli 2014 zu sehen. Im Mittelpunkt dieser steht das Originalwerk der Verhüllung von Prof. Arnulf Rainer. Neben weiteren Schleierbildern werden in der Ausstellung die Gründungsgeschichte des Stifts Klosterneuburg und jene der „Wechselseitigen k.k. priv. Brandschaden-Versicherungs-Anstalt" dargestellt.

Nähere Informationen: Wiener Städtische Versicherungsverein, Telefon 050/390-21064, e-mail presse@wst-versicherungsverein.at, w.hoch.2wei. Kulturelles Projektmanagement, Mag. Christina Werner, Telefon 01/524 96  46-22, e-mail werner@kunstnet.at, Stift Klosterneuburg, Walter Hanzmann, Telefon 0676/447 90 67, e-mail presse@stift-klosterneuburg.at, http://www.stift-klosterneuburg.at/.

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