02.05.2014 | 00:01

Aktuelles zum Tierschutz

Androsch, Kadenbach: „Ost-Hunde-Handel" wird meist im illegalen Bereich abgewickelt

Am heutigen Freitag wurde im NÖ Landhaus in St. Pölten im Rahmen einer Pressekonferenz über die aktuellen Herausforderungen im Tierschutz für Niederösterreich und für die Europäische Union informiert. 

„Wir haben in der Europäischen Union sehr ungleiche Standards im Tierschutzbereich. Das sorgt für unterschiedliche Voraussetzungen und für schwierige Situationen, von denen auch Niederösterreich und Österreich betroffen sind", meinte Landesrat Ing. Maurice Androsch eingangs. Der Tierschutz sei zwar in der Europäischen Union im landwirtschaftlichen Produktionsbereich sehr stark entwickelt, der Heimtierbereich werde aber zu wenig berücksichtigt. „Eine der großen Problematiken ist der ‚Ost-Hunde-Handel‘, der meist im illegalen Bereich abgewickelt wird. Dort werden die Hundewelpen zu früh aus dem Familienverband herausgenommen und oft sehr krank auf illegalem Weg nach Niederösterreich transportiert.  Beim Tierheim in Bruck an der Leitha stammen 80 Prozent der Hunde aus dem ‚Ost-Hunde-Handel‘", informierte der Landesrat.

Das sei ein Thema, bei dem man sehr stark davon abhänge, was sich auf europäischer Ebene entwickle. „Die Wurzel dieses Übels liegt im Herkunftsland, und dort ist auch anzusetzen", so Androsch. „Hohe Tierschutzstandards sorgen auch dafür, dass gesunde Lebensmittel nach Österreich importiert werden. Es geht um die Volksgesundheit und die Vermeidung von Krankheiten", führte der Landesrat weiter aus. In Bezugnahme auf den Reptilienhandel über das Internet stellte Androsch fest: „Diese Tiere werden in der Regel nicht tierschutzkonform gehalten und die Zuchtbedingungen liegen oft weit unter den österreichischen Anforderungen an die Tierhaltung."

EU-Abgeordnete Kadenbach stellte fest: „Die Mindeststandards, die wir aktuell im Tierschutzbereich haben, sollen von den Mitgliedsstaaten noch konsequenter umgesetzt werden. Aktuell werden Versuche unternommen, Druck auf die Kommission auszuüben, um ein umfassendes und einheitliches EU-weites Tierschutzgesetz zu erreichen. Darin sollen Nutztiere und auch die Heimtierhaltung berücksichtigt werden."   

Nähere Informationen beim Büro LR Androsch unter 02742/9005-12576, Mag. Anton Heinzl, e-mail anton.heinzl@noel.gv.at.

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