11.04.2014 | 11:21

Landesrat Pernkopf trifft Bayerischen Staatsminister Brunner

Pernkopf: Gemeinsames Nein zu Gentechnik

Gestern traf Landesrat Dr. Stephan Pernkopf mit dem Bayerischen Agrar-Staatsminister Helmut Brunner zu einem Arbeitsgespräch im Technopark Tulln zusammen, wo sich unter anderem die Laborräume des auch in Bayern tätigen Futtermittelerzeugers Biomin befinden. Staatsminister Brunner zeigte sich beeindruckt: „Solche Technopole sind in Bayern nicht bekannt, ich empfinde das hier als Leuchtturm und als Beispiel, wie man Ausbildung, Forschung und Industrie vernetzen kann."

Zentrale Themen des anschließenden Arbeitsgespräches waren die aktuellen Entwicklungen der Regelungen zur GVO-Freiheit auf europäischer Ebene und die gemeinsame Eiweißstrategie zur Stärkung des Sojaanbaues im Donauraum. Landesrat Pernkopf: „Gemeinsam sagen unsere beiden Länder ein klares Nein zur Gentechnik. Bayern ist auf europäischer Ebene ein starker Mitstreiter für den gentechnikfreien Anbau und für das Selbstbestimmungsrecht der Länder geworden. Minister Brunner hat mir bekannt gegeben, dass die Bayern nun auch dem ‚Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen‘ beitreten werden. Wir sind hier schon seit 2005 Mitglied."

Zur Erhöhung des Eigenversorgungsgrades mit gentrechnikfreien Sojafuttermitteln soll der Sojaanbau in den beiden Ländern weiter stark erhöht werden, hoben die beiden Agrarpolitiker die Initiative „Donau Soja" hervor. Damit möchte man sich von Importen aus Süd- und Nordamerika unabhängiger machen. In Österreich konnte der Anbau von gentechnikfreiem Soja in den letzten fünf Jahren bereits auf 42.000 Hektar verdoppelt werden, in Niederösterreich hat sich im selben Zeitraum der Anbau sogar auf das Sechsfache gesteigert. Laut Schätzungen von Experten kann die Soja-Produktion im gesamten Donauraum mittelfristig von derzeit einer Million auf rund vier Millionen Tonnen ausgeweitet werden.

Kritisch äußerten sich Pernkopf und Brunner auch zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA: „Dieses Abkommen darf kein Freibrief für Gentechnik, ‚Chlorhendl‘ und Hormonfleisch werden. Wir dürfen keiner Aufweichung unserer strengen Standards zustimmen, sondern müssen vielmehr unsere hohe Qualität exportieren."

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-13324 bzw. 0676/812 15283, e-mail lr.pernkopf@noel.gv.at.

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