10.04.2014 | 11:54

Neue Ausstellungen und Museumsaktivitäten

Vom Egon Schiele Museum Tulln bis zum Museumsdorf Niedersulz

Das Egon Schiele Museum in Tulln, das am Wochenende in die neue Saison startete, stellt anlässlich des heurigen Gedenkjahres das Frühwerk Egon Schieles dem finalen Schaffen der Zeit des Ersten Weltkriegs gegenüber. Durch diese Konfrontation werden neue Aspekte im Leben und Schaffen des Ausnahmekünstlers beleuchtet: Einmal stehen all jene Frauen im Zentrum, die sein Leben geprägt haben - Schieles Mutter und Schwestern, Margarete Partonek als erste große Liebe des 16jährigen Künstlers und schließlich seine langjährigen Beziehungen, die Geliebte „Wally" Neuzil und seine Ehefrau Edith Harms. Auch künstlerisch schließt die Ausstellung „Anfang und Ende" einen Kreis, indem gezeigt wird, wie sehr Schiele am Ende seines Schaffens zum akademisch geprägten Stil der Frühzeit zurückfindet. Ausstellungsdauer: bis 26. Oktober; Öffnungszeiten (bis 30. Oktober): jeweils Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Nähere Informationen beim Egon Schiele Museum Tulln unter 02272/645 70, e-mail info@egon-schiele.eu und http://www.egon-schiele.eu/.

Ebenfalls seit dem letzten Wochenende ist die Ausstellung „Langsam ist es besser geworden .... Vertriebene aus der Tschechoslowakei erzählen vom Wegmüssen, Ankommen und Dableiben" nach ihrem Auftakt in der NÖ Landesbibliothek in St. Pölten erstmals im Rahmen einer Niederösterreich-Tournee zu sehen: Im Südmährer-Museum in Laa an der Thaya stehen nun bis 27. April jene Zeitzeugen im Mittelpunkt, die 1945, als sie als „Deutsche" aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden, Kinder waren. Die Ausstellung des NÖ Landesarchivs spannt dabei einen Bogen von ihrem Ankommen in Niederösterreich, ihrer Suche nach einem Dach über den Kopf, ihrer Angst, wieder abgeschoben zu werden, und ihrem langsames Hineinfinden in ein neues Leben „herüben" bis zu den Begegnungen mit „drüben", den Besuchen und Kontakten heute. Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertag von 11 bis 18 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9.30 bis 11 Uhr, Donnerstag von 16.30 bis 19 Uhr sowie für Gruppen nach Voranmeldung unter e-mail gudrun.kurz@schule.at. Nähere Informationen unter 02742/9005-16263, Niklas Perzi, e-mail niklas.perzi@noel.gv.at, http://www.aufhebenswert.at/ und http://www.migrationsforschung.at/.

Gestern, Mittwoch, 9. April, wurde im Stadtmuseum Traiskirchen eine Sonderausstellung zum 500. Jahrestag der Wappen- und Siegelverleihung eröffnet: Im Jahre 1514 verlieh Kaiser Maximilian dem Markt Traiskirchen ein Wappen, der Original-Verwaltungsakt dazu ist im Österreichischen Staatsarchiv noch erhalten. Gegliedert nach fünf Jahrhunderten, werden nun bis 24. Dezember die wichtigsten Ereignisse dargestellt. Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertage von 8.30 bis 12.30 Uhr; nähere Informationen beim Stadtmuseum Traiskirchen unter 0664/202 41 97, e-mail info@stadtmuseum-traiskirchen.at und http://www.stadtmuseum-traiskirchen.at/.

Heute, Donnerstag, 10. April, wird um 19.30 Uhr in der Säulenhalle von Stift Melk die Ausstellung „Aufblühen" eröffnet, in welcher der 1944 geborene und in Neulengbach lebende Künstler Josef Frank Aquarelle und Acrylbilder in Anlehnung an das Jahresthema Koloman zeigt. Ausstellungsdauer: bis 28. Februar 2015; Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 16.30 Uhr. Nähere Informationen beim Stift Melk unter 02752/555-230 und 231, e-mail kultur.tourismus@stiftmelk.at und http://www.stiftmelk.at/.

Das Kaiserhaus Baden veranstaltet heute, Donnerstag, 10. April, ab 18 Uhr wieder eine Spezialführung; diesmal geht es mit Renate Ryba um das Thema „Baden en Français - très chic". Nähere Informationen und Anmeldungen unter 02252/868 00-231, e-mail kulturamt@baden.gv.at und http://www.kaiserhaus.baden.at/.

Im Kulturzentrum Belvedereschlössl in Stockerau wird heute, Donnerstag, 10. April, um 19 Uhr die 4. Osterausstellung Stockerauer Hobbykünstler eröffnet. Präsentiert werden die Arbeiten von Roswitha Ziehengraser, Barbara Maurer, Melitta Riedl, Renate Lenz, Martina und Peter Utzig, Manfred Lendl, Alfred Bayer, Johannes und Herbert Loyer, Gertrude Berger, Gerhard Kopecek sowie Heidi Kusche am Freitag, 11. April, von 14 bis 19 Uhr, am Samstag, 12. April, von 12 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 13. April, von 9 bis 17 Uhr. Nähere Informationen beim Kulturamt der Stadt Stockerau unter 02266/695 80.

Am Samstag, 12. April, wird um 18 Uhr im „kunstraumarcade" in Mödling die Ausstellung „Die Frauenzimmer - Fotoarbeiten" eröffnet, in der Puppen im Mittelpunkt stehen: Elfriede Mejchar und Flora Zimmeter mischen dabei ihren eigenen Cocktail aus Puppen und anderen rollenaffirmativen bzw. emanzipatorischen Attributen der Weiblichkeit. Während Mejchar, 1924 in Wien geboren, in den gezeigten Arbeiten ihren Assoziationen und jenen der Betrachter freien Lauf lässt, stellt Zimmeter, 1964 in Kitzbühel geboren, bekannte Frauenbilder der europäischen Kunst mit Püppchen und wenigen Attributen nach. Ausstellungsdauer: bis 17. Mai; Öffnungszeiten: Freitag von 15 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 15 Uhr. Nähere Informationen beim „kunstraumarcade" Mödling unter 02236/86 04 57 und 0664/767 51 43, e-mail arcade@artprint.at und http://www.kunstraumarcade.at/.

Ebenfalls am Samstag, 12. April, wird um 14 Uhr an der Fundstelle der Venus von Willendorf von Landesrätin Mag. Barbara Schwarz „Conceptus" von Anna Artaker eröffnet: Artaker ist bereits die fünfte Künstlerin, die sich der Herausforderung einer Auseinandersetzung mit dem Venus-Thema an ihrem Fundort stellt. Diesmal sehen die Besucher in der Hochsicherheitsvitrine die Frauenstatuette nur als Schattenwurf, gepaart mit dem Modell eines Fötus, sodass eine Art Rohrschach-Testbild entsteht. Zu besichtigen ist „Conceptus" täglich zwischen 14 und 20 Uhr; das benachbarte Venusium hat bis Ende Oktober Dienstag bis Samstag von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr bzw. an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr geöffnet. Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung/Abteilung Kunst und Kultur unter 02742/9005-13245, Katrina Petter, und http://www.publicart.at/.

Unter dem Motto „Schau genau - unser Wappen in Stockerau!?" lädt das Bezirksmuseum Stockerau am Samstag, 12., und Sonntag, 13. April, jeweils von 10 bis 18 Uhr zu einem Wochenende der offenen Tür. Nähere Informationen beim Bezirksmuseum Stockerau unter 02266/651 88 oder /635 88 und e-mail museum@stockerau.gv.at.

Noch bis Sonntag, 13. April, heißt es im Haus der Kunst in Baden „Das Wasser steht uns bis zum Hals". Unter diesem Motto geben Max Denzer, Lisa Est, Gisela Reimer, Brigitte Sasshofer, Malgorzata Bujnicka, Barbara Klampfl, Ingrid Gaier, Gerlinde Thuma und Julian Moise ihre Statements zur Politik, zu Sozialkritischem und zu Privatem ab. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr. Nähere Informationen bei der Kulturabteilung der Stadtgemeinde Baden unter 02252/868 00-231.

Schließlich startet am Dienstag, 15. April, das Museumsdorf Niedersulz in die neue Saison; erster Programmpunkt ist ab 14 Uhr ein „Natur im Garten"-Workshop zum Thema Kompost im Garten. Zusätzlich zu den zahlreichen Thementagen und Festen werden heuer u. a. auch die Volksschule aus Gaiselberg um eine Schulausstellung ergänzt, eine Statue des Heiligen Nepomuk im Museumsdorf aufgestellt und Ausstellungen zu den Themen Lehmbau, „Bauernleben im Wandel" und „Kleinhäusler-Lebenswelten im Weinviertel" gezeigt. Die jährliche textile Sonderschau widmet sich 2014 dem Thema Spitze und präsentiert unter dem Titel „Das ist Spitze!" über 500 verschiedene Muster von „Spitzenstücken" aus zwei Jahrhunderten. Öffnungszeiten (bis 26. Oktober): täglich von 9.30 bis 18 Uhr. Nähere Informationen beim Museumsdorf Niedersulz unter 02534/333, e-mail info@museumsdorf.at und http://www.museumsdorf.at/.

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