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11.03.2014 | 13:33

Schallaburg zeigt heuer „Jubel und Elend. Leben mit dem Großen Krieg"

LH Pröll: „Größte Ausstellung im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg"

Dr. Christian Rapp, Kurt Farasin, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Mag. Hermann Dikowitsch (v. l. n. r.) mit einem Objekt aus der Sammelaktion - einer Taschenuhr, die einem Wiener Korporal das Leben rettete, indem sie bei einem Beschuss im Juli 1916 eine Kugel abfing.
Dr. Christian Rapp, Kurt Farasin, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Mag. Hermann Dikowitsch (v. l. n. r.) mit einem Objekt aus der Sammelaktion - einer Taschenuhr, die einem Wiener Korporal das Leben rettete, indem sie bei einem Beschuss im Juli 1916 eine Kugel abfing.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Das Land Niederösterreich nimmt das Gedenkjahr 1914-2014 zum Anlass, einen Schwerpunkt auf die Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu setzen. Drehscheibe der Forschungs-, Vermittlungs- und Publikationsprojekte rund um die so genannte „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" ist die Schallaburg, die vom 29. März bis 9. November dieses Jahres in Kooperation mit dem Schloss Artstetten und dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien die Ausstellung „Jubel und Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914-1918" präsentieren wird. Heute, Dienstag, informierten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der Geschäftsführer der Schallaburg Kurt Farasin, Dr. Christian Rapp vom wissenschaftlichen Team der Ausstellung sowie der Leiter der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich, Mag. Hermann Dikowitsch, über die Ausstellung.

Die Ausstellung auf der Schallaburg sei „die größte Ausstellung, die es jemals im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg gegeben hat", rund 1.000 Exponate von rund 140 nationalen und internationalen Leihgebern seien zu sehen, so Landeshauptmann Pröll in seiner Stellungnahme. Im Zuge der Sammelaktion seien rund 4.500 Objekte angeboten worden, eine Auswahl davon werde auf der Schallaburg präsentiert.

Das Bundesland Niederösterreich habe zum Ersten Weltkrieg nicht nur zahlreiche historische Anknüpfungspunkte wie etwa das Schloss Artstetten, sondern empfinde auch „einen zeitgeschichtlichen Auftrag" im Zusammenhang mit dieser Ausstellung, betonte Pröll: „Wir wollen die erlebte Geschichte von vielen Zeitzeugen wachrufen und der jungen Generation die Chance geben, Geschichte erleben zu können." Daher wolle man mit dieser Ausstellung „die Bevölkerung auf breitester Ebene interessieren" sowie „über menschliche Schicksale und historische Zusammenhänge informieren", sagte der Landeshauptmann, der auch auf die „europapolitische Dimension" dieser Ausstellung hinwies: „Erst 75 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges fand Europa wieder zusammen. Mit dem Fall des Eisernen Vorhanges vor 25 Jahren war eine vollkommen neue europäische Perspektive verbunden". Die Ausstellung auf der Schallaburg solle daher auch „das europäische Friedensprojekt stärken", so Pröll.

Das Jahr 2014 sei auch für die Schallaburg selbst ein besonderes Jahr, weil die Schallaburg seit nunmehr 40 Jahren „als Ausstellungsort ein wichtiger kultureller Fixpunkt" sei, informierte der Landeshauptmann: „Wir erwarten im Rahmen der diesjährigen Ausstellung den fünfmillionsten Besucher auf der Schallaburg."

Ausstellungen seien heutzutage „Begegnungsorte und Orte der Auseinandersetzung mit einem Thema", meinte Geschäftsführer Kurt Farasin in seinen Ausführungen. „Die 4.500 Objekte der Sammelaktion bedeuten, dass sich rund 10.000 Menschen bei der Suche nach diesen Objekten intensiv mit dem Erinnern an diese Zeit auseinander gesetzt haben", so Farasin, der u. a. auch auf Kooperationen mit dem Filmarchiv Austria und den Sommerspielen Melk verwies.

Dr. Christian Rapp betonte, es sei „das erste Mal, dass man sich in Österreich mit dem Ersten Weltkrieg in dieser Breite auseinandersetzt". Man habe persönliche Objekte zur Verfügung gestellt bekommen, „die bisher nicht in öffentlichen Einrichtungen gesammelt" worden seien, informierte Rapp.

Mag. Hermann Dikowitsch berichtete schließlich über weitere Aktivitäten, etwa zum Gedenken an Bertha von Suttner, der u. a. in Zusammenarbeit mit „Allegro Vivo" ein Kompositionspreis gewidmet wird. Der Ausstellungsreigen sei groß, so Dikowitsch: „Rund um die Schallaburg finden zig-weitere Ausstellungen im ganzen Land statt." So zum Beispiel in Artstetten, im Karikaturmuseum Krems oder auch im Krahuletz-Museum in Eggenburg.

Die Ausstellung „Jubel und Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914-1918" wird von 29. März bis 9. November zu sehen sein. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag 9 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 10 Euro Eintritt, Schülerinnen und Schüler 3,50 Euro. Kombikarten gibt es mit dem Stift Melk, dem Schloss Artstetten sowie dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien. Eine Kulturpartnerschaft besteht mit den Sommerspielen Melk, bei Vorlage des Ausstellungstickets gibt es 15 Prozent Ermäßigung für das Theaterstück „Metropolis".

Nähere Informationen: Florian Müller, Pressesprecher Schallaburg & Niederösterreichische Landesausstellungen, Telefon 0664/60499652, e-mail florian.mueller@schallaburg.at, http://www.schallaburg.at/

 

 

 

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